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Die SG Wehrheim/Obernhain gewinnt den 17. Börde-Cup in Magdeburg! 🤾‍♂️🔥


Sechs Spiele, sechs Siege – die männliche C-Jugend der SG Wehrheim/Obernhain hat sich beim internationalen Börde-Cup in der Magdeburger Börde den Turniersieg geholt. Im Finale drehten die Taunus-Handballer einen Zwei-Tore-Rückstand und setzten sich gegen GSV Eintracht Baunatal mit 15:13 durch.

Viereinhalb Stunden für ein Wochenende Handball

Am Freitagnachmittag ging es los: Treffpunkt am Bürgerhaus, zwei vollgepackte Autos, Ziel Magdeburg. Gegen 17:30 Uhr erreichte die Mannschaft Irxleben, wo sich alle anreisenden Teams trafen und die Quartiere verteilt wurden – Schlafsack und Isomatte gehörten für die Jungs genauso zur Ausrüstung wie Harzball und Handballschuhe.

Der Börde-Cup wird seit 2007 traditionell am letzten Augustwochenende ausgerichtet und ist eines der etablierten internationalen Jugendturniere im deutschen Osten. In der männlichen C-Jugend traten zehn Mannschaften an, darunter mit UKS Siódemka-Osowa Gdańsk auch ein polnischer Vertreter. Für die SGWO war das Turnier die letzte Standortbestimmung vor dem Start in die neue Saison – die U14 hat sich in diesem Jahr für die Regionalliga qualifiziert, die höchste Spielklasse in Hessen.

Vorrunde: vier Spiele, vier Siege

Der Samstag in der Irxlebener Wildparksporthalle brachte vier Gruppenspiele bei 15 Minuten Spielzeit – ein Programm, das vor allem Konzentration von der ersten Sekunde an verlangt. Die SGWO lieferte:

Gegner

Ergebnis

BSV 93 Magdeburg

10:7

HSG Börde

11:5

GSV Eintracht Baunatal

9:7

SG LVB Leipzig

8:6

Mit 8:0 Punkten und 38:25 Toren stand am Abend der erste Platz der Gruppe B – und damit das Halbfinale.

Auffällig war dabei weniger die Offensive als die Stabilität nach hinten: In keinem Spiel ließ die Mannschaft mehr als sieben Gegentore zu. Die Abwehrarbeit, die in der ganzen Vorbereitung viel Trainingszeit gekostet hat, trug hier sichtbar Früchte.

Halbfinale: die deutlichste Ansage des Turniers

Am Sonntagmorgen wartete die 2013er-Auswahl des Leistungszentrums Aue-Chemnitz. Was folgte, war das souveränste Spiel des gesamten Wochenendes: 20:14 – das Ticket in die Mittellandhalle nach Barleben, wo das Finale ausgetragen wurde.

Finale: 6:8 hinten, 15:12 gewonnen

Im Endspiel kam es zur Neuauflage des Gruppenduells gegen GSV Eintracht Baunatal – und die Hessen aus Nordhessen erwiesen sich erneut als der unangenehmste Gegner. Zur Pause stand es nach zähen ersten zwölfeinhalb Minuten 5:5, kurz nach Wiederanpfiff lag die SGWO mit 6:8 zurück.

Dann kippte das Spiel. Über 7:8 und 9:9 drehte die Mannschaft die Partie und zog innerhalb weniger Minuten auf 12:9 davon. Baunatal kam noch einmal auf zwei Tore heran, doch die SGWO ließ sich den Vorsprung nicht mehr nehmen: 13:11, 14:12 – und mit dem letzten Ballbesitz machte Philipp per Heber zum 15:13 den Deckel drauf.

„Gerade das Finale hat gezeigt, dass sich die Mannschaft nicht nur sportlich, sondern auch mental stark entwickelt hat, und in der heißen Phase den Rückstand noch drehen konnte", zieht Trainer Andreas Gigli Bilanz.

Den dritten Platz sicherte sich NSG Aue-Chemnitz mit einem ebenso umkämpften 18:17 gegen UKS Siódemka-Osowa Gdańsk.


Das Wiedersehen ist schon terminiert

Das Turnierfeld war kein Selbstläufer: Mit BSV 93 Magdeburg (Oberliga Sachsen-Anhalt) sowie SG LVB Leipzig und NSG Aue-Chemnitz (beide Regionalliga Sachsen) standen gleich drei Gegner aus der jeweils höchsten Landesklasse auf dem Spielplan.

Der brisanteste Gegner aber kommt aus der eigenen Liga: GSV Eintracht Baunatal spielt 2026/27 in derselben Regionalliga-Gruppe 2 wie die SGWO. Das Börde-Cup-Finale war damit die Generalprobe für zwei Pflichtspiele, die längst im Kalender stehen — am 24. Oktober in Baunatal und am 31. Januar in Wehrheim.


Mehr als nur Ergebnisse

Getragen wurde das Wochenende von einer Elternschaft, die in ungewöhnlich großer Zahl mitgereist war – inklusive eigens gedruckter Supporter-Shirts, die pünktlich am Freitagmorgen geliefert wurden. Wer zu Hause geblieben war, wurde über einen minutengenauen Liveticker aus der Halle versorgt; im Finale hing die halbe Vereinsfamilie an den Handys.

Und dann war da noch der Moment, der so nicht im Spielplan stand: Nach der Siegerehrung – durchgeführt von Damen in traditionellen Trachten – tauschten die Jungs der SGWO und die Mannschaft aus Baunatal Kontakte aus. Gegner auf dem Feld, Handballer davor und danach.

Gegen 21 Uhr am Sonntagabend war die Mannschaft zurück im Taunus. Im Gepäck: ein Pokal, Goldmedaillen und die Erkenntnis, dass die Regionalliga kommen kann.


Die Gemeinde gratuliert recht herzlich zu diesem herausragenden sportlichen Erfolg!