Gemeinsame Besichtigung von Förster Björn Neugebauer sowie Bürgermeister Gregor Sommer am 27.11.2025 in den Waldbereichen der Gemeinde Wehrheim 


Teil 1
Weiterer Baumartenversuch und Erweiterung des Projekts "Mainova-Klimawald", in Zusammenarbeit  mit der Unteren Naturschutzbehörde wurde weitere, andere Baumarten angepflanzt. Neben den Referenzbaumarten wie Hainbuche und Edelkastanie wurden u.a. gepflanzt, wie z.B. Zirbelkiefer, Schwarznuss, Atlaszeder, Riesen-Mammutbaum, Winterlinde, Elsbeere.

Teil 2
Neue Pflanzen-Schutzhüllen wurden eingebaut. Ein Hinweisschild weist darauf hin, dass das Material zu 100% abbaubar ist unter den Waldbedingungen incl. der Kabelbinder, gepflanzt wurde Douglasie als Nadelholzanteil. Kosten ca. 6,50 Euro/ Stück plus Aufbau, die Pflanze ca. 1,80 Euro/Stück.

Kleine Pflanzinseln werden in den kommenden Jahren nach und nach ergänzt, und zwar dort, wo sich keine Naturverjüngung durchgesetzt hat.

Teil 3
Die Testphase mit Wildschutz gegen Rotwild hat leider aufgrund des zu hohen Aufwandes den Praxistest nicht bestanden, gepflanzt wurden 130 Hemlock-Tannen als Versuch.

Teil 4
2018 wurden Flatter-Ulmen gepflanzt (vorher waren dort Fichten und dann wurde die Fläche renaturiert), die Ulmen haben sich sensationell entwickelt und bereits nach 7 Jahren kommen sind diese nun in der ersten Wert-Astungsstufe

Teil 5
Einer der Zuläufe vom Wiesbach wird im Oberlauf (u.a. vom Mun-Depot kommend) durch Dämme (natürliche Holzdämme) bei Starkregen/Hochwasser aufgestaut. Dadurch wird der Ablauf verzögert. Dies geschieht nun an mehreren Stellen des Bachlaufes im Wald. Eine Ausweitung des gestauten Wassers wird dann in die angrenzenden Flächen vorgenommen.
Die ganze Fläche des Zulaufs soll großflächig für einen Rückstau genutzt werden.

Teil 6
Der auf dem Foto zu sehende Fichtenbestand von  1 ha soll mit ca. 1.000 Weißtannen unterpflanzt und später dann noch mit Buchen ergänzt werden (sofern sich die Buchen nicht als Naturverjüngung automatisch einstellen), Waldbereich Pfaffenwiesbach.
Als Vorlauf der Maßnahme wurde zunächst mit dem Harvester eine Durchforstung vorgenommen, so dass sich der Lichteinfall zum Wachstum der Weißtanne verbessert.

Teil 7
Eichenprachtkäfer hat an diesem Standort zugeschlagen, ebenso sind Trockenschäden an Kiefer, Lärche und Buche entstanden.
Wie geht es weiter? Ein Großteil der Bäume wurde als Totholz belassen, ansonsten wurden 4 kleine Flächen geräumt, auf denen 400 Baumhasel und 400 Esskastanien gepflanzt werden, die mit dem  trockenen Standort besser zu Recht kommen.
Für die Anpflanzung werden seitens des Försters Björn Neugebauer gemeinsam mit dem Wehrheimer Umweltberater Martin Ringwald noch  Pflanzaktionen geplant.

Abschließend bedanke ich mich ausdrücklich für die vertrauensvolle und sehr gute Zusammenarbeit bei dir, lieber Björn als unserm Wehrheimer Förster. Wir sind dankbar einen so hoch motivierten Förster bei uns zu haben.