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Apfelblütenkönigin Jenny I.

 

Am Wehrheimer Apfelblütenfest, das am Sonntag, den 08. Mai 2016 im "Ludwig-Bender-Bad" bei herrlichem Wetter mit zahlreichen Gästen gefeiert wurde, hat unsere Apfelblütenkönigin "Jenny I." ihre Regentschaft für den Zeitraum 2016/2017 übernommen.

 

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Weitere Bilder vom "13. Wehrheimer Apfelblütenfest" finden Sie >>> hier

 

Zeitungsberichte von ihrer Inthronisation

>>> Bericht 1

>>> Bericht 2

>>> Bericht 3

 

 

 

 

 

Fotos:

Gerrit Mai

 

 

Verfolgen Sie ihren Weg mit nachstehenden Berichten und Bildern.

 

Veranstaltungskalender (Tagebuch):

April 2016

Sommer 2016

Herbst und Winter 2016

Jahreswechsel und Frühjahr 2017

April / Mai 2017

 

 

Kontaktaufnahmen mit unserer Apfelblütenkönigin sind über die Gemeindeverwaltung Wehrheim möglich

 

Mit freundlicher Unterstützung:

 

 

 

Zum Vergrößern der Aufnahmen bitte die Fotos anklicken

April 2016


Bald ist sie Jenny I., noch posiert sie als Jenny Dietrich in Zivil an der Friedrichsthaler Kirche. Fotos: Gerrit Mai


Frisörtermin mit Mike


Die Frisur sitzt!


Jenny in königlicher Robe


Die Königinnentasse


 

Jenny I. übernimmt das Zepter

 

Von GERRIT MAI

Die neue Apfelblütenkönigin heißt Jenny Dietrich und kommt aus Friedrichsthal.

 

Eines ist gewiss: Die neue Hoheit wird Wehrheim auf Trab halten – schließlich ist sie eine leidenschaftliche Sportlerin, die ihr Hobby auch zum Beruf macht.

 

Jetzt ist der kleinste Ortsteil dran, und die Friedrichsthaler können sicher sein, dass Jenny Dietrich als Jenny I. ihr Dorf ausgezeichnet vertreten und seine Qualitäten ans Licht der Öffentlichkeit bringen wird, denn sie lebt seit 15 Jahren gerne hier und liebt die starke Gemeinschaft.

Aber zunächst soll es an dieser Stelle um die Qualitäten der neuen Hoheit gehen. Sie ist 21 Jahre alt und vielen von ihrer Arbeit in der externer Hyperlink in neuem Fenster ffnen Fitness-Lounge in der neuen Mitte bekannt. Hier absolviert sie derzeit ein duales Sport- und Fitness-Studium, das voraussichtlich im Januar 2018 abgeschlossen ist. Was daraus wird, kann sie noch nicht genau sagen. Vielleicht eine Arbeit im Reha-Bereich für Kinder oder in der Firmen-Fitness – wer weiß? Sicher ist für Jenny Dietrich, dass jetzt erst einmal ein Jahr mit viel Spaß auf sie zukommt, und darauf freut sie sich – besonders auf den Besuch der Grünen Woche in Berlin und darauf, andere Hoheiten kennen zu lernen.

 

Inthronisation im Schwimmbad

Einer Königin würdig soll auch die Inthronisation am Sonntag, 8. Mai, werden. Die wird im Freibad mit dem Apfelblütenfest begangen, das um 10 Uhr beginnt.

 

Ein bisschen Bammel hat sie (noch) davor, vor vielen Menschen zu sprechen, aber darin haben ihre Vorgängerinnen im Laufe des Jahres Routine entwickelt. Außerdem hat Jenny als Orden-Mädchen bei der Friedrichsthaler Fastnacht bereits Erfahrungen mit Bühnen-Auftritten gesammelt.

Wie es dazu kam, dass sie sich beworben hat, hat mit einem Feuerwehr-Ausflug zum Weihnachtsmarkt nach Köln zu tun. Nach ein paar Kölsch ergab ein Wort das andere, und bald war sie selbst überzeugt davon, dass sie die Richtige ist.

Das ist sie mit Sicherheit, auch wenn die Friedrichsthaler die Königin vielleicht lieber im Jubiläumsjahr 2015 gestellt hätten. „Aber so gibt es zwei Festjahre“, meint die Hoheit, denn welches kleine Dorf hat schon eine Königin? Vor allem ist Jenny I. sicher, dass die „Neudörfler“ hinter ihr stehen, denn dass hier die Gemeinschaft funktioniert, dass man sich kennt und sich auf die Nachbarn verlassen kann, ist für sie das große Plus im Dorf.

Sicher ist, dass ihr Nicole Herbach, eine frühere Nachbarin, zur Seite steht, wenn Hilfe nötig ist. 2000 zog Jenny, deren Name übrigens keine Abkürzung von Jennifer ist, mit den Eltern Steffi und Peter sowie Schwester Sarah aus externer Hyperlink in neuem Fenster ffnen Bad Schandau in den Taunus. Der Opa und Bruder Lars leben weiter in Sachsen, und in Dresden gibt’s noch eine Ferienwohnung, so dass die Brücken nicht ganz abgebrochen sind.

Jenny Dietrich hat die externer Hyperlink in neuem Fenster ffnen Limesschule besucht, auf der externer Hyperlink in neuem Fenster ffnen Adolf-Reichwein-Schule in Neu-Anspach ihr Abitur gemacht, bevor sie mit dem dualen Studium begann, aber immer spielte Sport eine große Rolle. Neben dem Workout im Fitness-Studio geht sie gerne joggen, und als Mädchen hat sie beim Kransberger Narrenclub in der Garde getanzt. Ihr liebstes Hobby war und ist jedoch das Schwimmen. Jenny war Leistungsschwimmerin und Mitglied im Schwimmclub Usingen, und kann sich mit ihrer Trainerlizenz vorstellen, irgendwann dort wieder anzuknüpfen. Neben der Ausbildung im Fitness-Studio arbeitet sie in der Löwenherz-Gastronomie, und wenn Zeit für Urlaub bleibt, fährt sie dahin, wo es warm ist – aber gerne auch an die Ostsee oder im Winter zum Skifahren. Jenny Dietrich freut sich auf eine Amtszeit mit neuen Erfahrungen und Kontakten mit interessanten Menschen. Sie hat aber auch schon einiges vor, wenn sie beim Apfelblütenfest am Sonntag, 8. Mai, in ihr Amt eingeführt ist. Sie möchte ihre Vorgängerinnen einladen, um sie kennenzulernen und sich mit ihnen auszutauschen, und sie denkt über ein soziales Projekt nach, das möglicherweise Kinder und Sport zusammenbringen könnte.

 

 

 

Geschafft: Die Frisur sitzt

 

Von GERRIT MAI

In weniger als drei Wochen wird es ernst, am Sonntag, 8. Mai, wird Jenny Dietrich mit großem Bahnhof zur Apfelblütenkönigin gekrönt. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

 

externer Hyperlink in neuem Fenster ffnen Mike Hartmann ist aufgeregt. Er hat zwar keine schweißnassen Hände, wie noch beim Frisieren der neunten Hoheit Sunny I., aber ihm ist wichtig, dass die Haare von Jenny Dietrich, wenn sie beim Apfelblütenfest am Sonntag, 8. Mai, zur 13. Apfelblütenkönigin gekrönt wird, perfekt sitzen.

 

Für die Autogrammkarten-Fotos hat er zum ersten Mal Probe frisiert, und festgestellt, dass Jenny tolle Haare hat, und es kein Problem ist, sie zur richtigen „Diva“ zu stylen.

 

Jenny habe dichtes blondes Haar, das sich gut gestalten lasse, und mit einem besonderen Lockenstab haben die Locken schnell die richtige Form, die designierte Königin hat zu Hause schon ein bisschen vorgearbeitet. Waschen durfte sie die Haare jedoch nicht, sonst lassen sie sich nicht so gut modellieren.

 

Sind die Locken fertig, geht die Arbeit erst richtig los. Der Friseur toupiert hier, steckt da eine Strähne eine fest und bringt die funkelnde Krone an den richtigen Platz. Mike Hartmann zupft mit einer Klammer-Spitze auch das feinste Haar in Form und bändigt mit einer Zahnbürste den winzigsten Ausreißer. Anschließend fixiert er das Kunstwerk mit jeder Menge Haarspray, schließlich soll die Frisur das Foto-Shooting und später das Apfelblütenfest gut überstehen.

 

Für den Notfall gibt’s noch eine Dose Haarspray fürs Handgepäck. Mike arbeitet seit 20 Jahren als Friseur am Stadttor und kennt seine Wehrheimer und ihre Köpfe, aber eine Königin zu stylen, ist für ihn heute noch eine große Herausforderung, ähnlich der Gestaltung einer Brautfrisur. Eigentlich wollte er sich den Aufregungen nicht mehr stellen, nachdem Sunny ihr Amt abgegeben hatte, aber jetzt, nach drei Jahren, hat er neuen Mut gefasst, und freut sich auf die erneute Begleitung einer Hoheit, denn: „Ein bisschen Spaß macht das schon.“ Beim Probetermin hatte er fachkundige Beratung von Sunny Radosta sowie „Queen Mum“ Steffi Dietrich, und eines der einheitlichen Fan-T-Shirts wird er sicher auch bekommen.

 

Mittlerweile ist auch das royale Kleid angekommen. Aber das ist eine andere Geschichte – eine, die an dieser Stelle in der kommenden Woche erzählt wird

 

 

Vorbereitungen zum Apfelblütenfest

 

Ein Traum in Rot für Jenny I.

 

Von GERRIT MAI

Das Geheimnis der Königinnen-Robe ist gelüftet, und die Vorbereitungen zum Apfelblütenfest gehen in die heiße Phase. Besucher dürfen sich auf viel charmante hoheitliche Prominenz aus der Region und ein unterhaltsames Programm freuen.

 

Die Lieblingsfarbe der designierten Apfelblütenkönigin ist Rot, und so war schnell klar, wie ihre Robe aussehen soll. Schneiderin Eleonore Velte hat letzte Hand angelegt, und Jenny Dietrich sich fürs Autogrammfoto schon einmal in Pose gesetzt. Vor der Kulisse des kleinen Teichs am Holzbach und der Kirche – diesen Blick kann sie direkt von ihrer Haustür aus jeden Tag genießen – kommen das romantische Kleid, das silberne Krönchen und das Apfelzepter, das sie für den Fototermin von Bianca I. ausgeliehen hat, so richtig zur Geltung.

Friseur Mike Hartmann, der während ihrer Amtszeit für die königlichen Haare zuständig ist, hat zur Probe frisiert und Simone Ware aus Neu-Anspach das richtige Makeup getestet, damit beim Apfelblütenfest jeder Handgriff sitzt. Auch die Friedrichsthaler machen sich für ihre Hoheit stark: Doris Schwarting hat die Schärpe genäht und externer Hyperlink in neuem Fenster ffnen Olaf Schwiete, dessen Firma ihren Sitz noch im kleinsten Ortsteil hat, hat sie bedruckt.

Anders als ihre Vorgängerinnen setzt die Hoheit bei der Schleife auf die Farbe ihrer Robe, und die silberne Schrift bringt royalen Glanz. So gut vorbereitet, kann der große Tag, das Apfelblütenfest am Sonntag, 8. Mai, kommen.

Am meisten wünscht sich Jenny I., dass möglichst viele ihrer Vorgängerinnen dabei sind, und sie verspricht, dass es einiges zu erleben gibt. Von 10 Uhr an spielen die Wiesbachtaler Musikanten zum Frühschoppen auf, gegen 12 Uhr stehen die Verabschiedung der seitherigen Regentin und die Inthronisation der neuen auf der großen Bühne an.

Außer den beiden Wehrheimer Königinnen werden zahlreiche Hoheiten aus der Umgebung mit noblen Karossen vom Cransberger Oldtimer Club bis zur Bühne chauffiert werden. Gegen 13 Uhr treten die Blechbläser der Christian-Wirth-Schule Usingen auf, danach folgt Musik mit „Dick Barber’s Skifflemen“. Die Stimmungskapelle „Feuerthaler Musikanten“ spielt von 15 Uhr an. Auch abseits der Bühnen geht’s rund. Im Becken mit Schnuppertauchen der Tauchschule „Aqua-Life“ und Vorführungen der Schiffs-Modell-Gemeinschaft Oberursel, auf der Wiese beim Parcours des Elektro-Minicar-Clubs Wehrheim. Mit Infoständen sind der Imkereiverein Usinger Land, die Fitness-Lounge Wehrheim, das Mehrgenerationenhaus und das DRK vertreten, der Verein Historische Landbearbeitung zeigt Fuhrpark und Geräte.

Für Essen und Trinken ist ebenfalls gesorgt, allein die Landfrauen haben mehr als 80 Kuchen und Torten angekündigt. Der Eintritt für Badegäste und Besucher ist an dem Tag frei.

Die Eintrittspreise sind gleich geblieben, Saisonkarten gibt es zu vergünstigten Vorverkaufspreisen noch bis zum 1. Mai im Bürgerbüro in der Dorfborngasse 1 und beim Apfelblütenfest. Erwachsene zahlen 45 statt 55 Euro, Kinder und Jugendliche 20 statt 25 Euro. Für Besucher, die Anrecht auf Ermäßigung haben, gelten die Tarife für Kinder und Jugendliche

 

 

Sammeltassen für Apfelblütenkönigin Jetzt gibt’s auch royales Geschirr

 

Von TATJANA SEIBT

Jenny wird tatsächlich die erste sein. Nicht nur die erste Hoheit, die auf diesen Namen hört, sondern auch die erste, deren Konterfei auf Keramik verewigt ist. Geht es nach der Gemeinde, soll Jenny nicht die einzige bleiben – auch rückwirkend können die Hoheiten die Regale füllen.

 

William und Kate haben eine, Prinz Charles sowieso, ebenso Queen Mum und nun auch die Apfelblütenkönigin: eine Tasse mit dem eigenen Konterfei. Royale Fan-Devotionalien gehören in Adelskreisen quasi zum guten Ton. Und sie sind dazu noch schön anzusehen – und bei Sammlern beliebt.

Kein Wunder also, dass sich die Wernborner Künstlerin Ursula Konder, die viel Erfahrung mit der Gestaltung von Tassen hat, mal an einen neuen Glücksmoment gewagt hat. Sie hat die erste Apfelblütenköniginnen-Tasse entworfen und bedrucken lassen.

 

Kleine Auflage

Das Ergebnis stellte sie nun der künftigen Apfelblütenkönigin Jenny Dietrich vor, bevor es in eine exklusive, kleine Produktion geht. Denn zunächst muss abgewartet werden, ob die Wehrheimer ihre Königin auch sammeln wollen. Sollten sie es, könnte der ersten Auflage eine weitere folgen. Ein royales rotes Band um den Bauch der Tasse, in der Mitte das Bild der bezaubernden Königin auf weißem Grund. Und dann sind da noch die kleinen bunten Punkte – ein Markenzeichen von uko-art. Das Innenleben präsentiert sich in frischem Apfelgrün. „Die sieht sehr schön aus“, bestätigte auch Jenny Dietrich – die hoheitliche Absolution hat das spülmaschinenfeste Trinkgefäß also erhalten.

 

Geld für die Jugend

Damit könnte sich für Sammler ein neues Fenster öffnen, denn Jenny soll zwar die erste, aber nicht die einzige Hoheit sein, die ihre Tasse bekommt. Und: Nicht nur künftige Königinnen sollen ins Regal einsortiert werden können, wenn die Nachfrage stimmt: Konder überlegt, auch die bisherigen Hoheiten auf Keramik zu bannen – so sie denn einverstanden sind. So könnte der jährliche Tassen-Turnus zum Start etwas beschleunigt werden.

 

Die Tassen gibt es das erste Mal beim Apfelblütenfest am Sonntag, 8. Mai, zum Preis von 12,50 Euro auf dem Schwimmbadgelände zu kaufen. Wer dort keine mehr bekommt, kann sie über die Ursula Konder unter externer Hyperlink in neuem Fenster ffnen www.mytassenland.de beziehen. Jenny Dietrich hat bereits angekündigt, dass sie sich bei der Gemeinde dafür einsetzen will, dass ein Teil des Verkaufserlöses für ein Projekt in der Jugendarbeit verwendet werden soll. Im Rathaus rennt sie damit offene Türen ein. Um welchen Betrag es geht und für welches Projekt er bestimmt sein wird, muss noch geklärt werden.

 

Die Vorbereitungen für das Apfelblütenfest laufen derweil auf Hochtouren: Zahlreiche Gasthoheiten haben bereits zugesagt, um Bianca I. am 8. Mai gegen Mittag zu verabschieden und Jenny die Ehre zu erweisen. Sie kommen standesgemäß in schicken Oldtimern des Cransberger Oldtimer Clubs.

 

Programm gibt’s schon von 10 Uhr an auf dem Freibadgelände, die Wiesbachtaler Musikanten, das Blechbläser-Ensemble der CWS, „Dick Barber’s Skifflemen“ und die Feuerthaler sorgen für die Musik. Der Eintritt ist an diesem Tag frei, Badesachen können mitgebracht werden. Bleibt zu hoffen, dass die Langzeitprognose der Wetterfrösche – aktuell 19 Grad und Sonne – auch eintrifft.

 

 

 

 

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Mai / Juni / Juli 2016


Besuch des Europatags in Grävenwiesbach


... und des Wehrheimer Informationsstandes dort


Schulfest der Limesschule

 

Apfelblütenkönigin Jenny I.

Königliche Delegation begleitet Jenny ins Allgäu

 

Die europäischen Royals machen es zu jeder Gelegenheit vor: Staatsbesuche und Repräsentationspflichten im In- und Ausland, wohin man schaut. Doch nicht nur die Blaublüter führen ein Jet Set-Leben zwischen Spendengala und sozialem Engagement. Auch Wehrheims Apfelblütenkönigin Jenny I. war dieser Tage außerhalb der Gemeinde unterwegs, um das Apfeldorf zu repräsentieren.

Genauer gesagt ging’s nach Pfronten ins Allgäu, malerisch gelegen an der deutsch-österreichischen Grenze.

Anlass war ein Thronwechsel: Bergwiesenkönigin Sinja I. machte Platz für ihre Nachfolgerin Kathi II. Zum royalen Society-Leben gehört eben auch, die „blaublütige“ Verwandtschaft zu besuchen, auch wenn’s keine geerbten Titel sind. 21 Hoheiten waren zu dem Ereignis geladen und Jenny mittendrin.

Klar, dass es bei einer Bergwiesenkönigin anlässlich ihrer Inthronisation eher zünftig zugeht. Frühstück auf einer Alphütte, Weißwurst-Essen und Heu-Limonade genoss Wehrheims Repräsentantin im Allgäu, bevor sie sich auch in das Goldene Buch der externer Hyperlink in neuem Fenster ffnen Gemeinde Pfronten eintragen durfte.

Ein wenig an ihre eigene Inthronisation fühlte sich Jenny dann beim Autokorso erinnert. Auch das fleißige Autogrammeschreiben gehörte dazu. Die besten Wünsche überbrachte sie aus dem Apfeldorf und hatte dazu auch noch ihren 20-köpfigen Fanclub dabei. Selbstverständlich als royale Delegation standesgemäß in den roten T-Shirts. Ein bisschen Wehrheim ist eben überall.

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Zweite Jahreshälfte 2016

Jenny I. zieht positive Halbzeitbilanz

 

Knapp ein halbes Jahr ist die Wehrheimer Apfelblütenkönigin Jenny I. nun im Amt. Und das royale Leben ist mit vielen Pflichten, aber auch tollen Begegnungen verbunden.

 

VON TATJANA SEIBT

Staatsbesuche, Fotoshootings, Galas, Feste und Veranstaltungen stehen seit ihrer Inthronisation nahezu jedes Wochenende im Terminkalender. Über 40 waren es bislang, fast genauso viele sollen noch folgen.

„Langweilig wird es überhaupt nicht", sagt Wehrheims Apfelblütenkönigin Jenny I. im Gespräch mit der TZ.

Ganz im Gegenteil. „Ich habe in dem halben Jahr Orte kennengelernt, zu denen ich sonst wahrscheinlich nicht gekommen wäre. Oder von denen ich bislang nur im Radio gehört habe", sagt sie schmunzelnd. Immer dabei: ihre Mutter. „Die kümmert sich um alles. Genauso mein Fanclub."

Bereichernd seien die Begegnungen und das Leben als Königin schön, manchmal auch stressig, vor allem aber aufregend. „Leider bleibt aber für eigene Projekte keine Zeit." So hatte sie sich zwar vorgenommen, ein soziales Projekt in Wehrheim zu starten, „doch das habe ich zeitlich nicht geschafft." Klar gehöre für sie der Besuch in Kindergärten und Schulen zu den wunderbaren Veranstaltungen, „und wenn ich die Kinder dann erlebe und die Reaktionen mitbekomme, weiß ich, dass das Amt der Apfelblütenkönigin auf Jahre gesichert ist."

Aqua Fitness hat sie im Sommer im Schwimmbad angeboten, in Kooperation mit ihrem Lehrbetrieb der Fitness Lounge. Und wenn es Sonderwünsche im Löwenherz gibt, dann erfüllt sie die auch. externer Hyperlink in neuem Fenster ffnen Löwenherz? Genau. Dort hat Jenny nämlich bis vor ihrem Amtsantritt die Gäste von Inhaber Torben Emmerich bewirtet.

„Wir sind sehr stolz, dass das schon die dritte Apfelblütenkönigin ist, die auch für uns gearbeitet hat", sagte Emmerich. Viele Gäste fragen nach ihr, und gerade bei Seniorengeburtstagen gibt es Anfragen, ob Jenny denn nicht zu diesem Anlass auch noch einmal das Essen servieren kann.

„Wenn das in meinen Zeitplan passt, dann mache ich das gerne", schildert diese.

Oft sei sie schon gefragt worden, warum sie derzeit immer ein rotes Dirndl zu Veranstaltungen trägt. „Zum einen, weil es mir der Torben geschenkt hat, zum anderen treffen sich die Queens außerhalb von Amtseinführungen immer im Dirndl", erklärt sie.

Mit dem Kleid wolle Emmerich auch seine Wertschätzung für das Amt und ihr Engagement für das Apfeldorf zum Ausdruck bringen. Dass das zwar eine bayerische Attitüde sei, „nun ja." In seinem Restaurant gebe es in den meisten Wochen des Jahres hessisches Essen. Da dürfe es dann auch an wenigen Tagen im Jahr ein wenig bayerisch sein, zumal jetzt ja ohnehin die Gänsezeit beginne. „Das Konzept Apfeldorf ist stimmig", erklärt Emmerich, der sich mit dem Thema sehr verbunden fühlt. Nicht nur durch den Apfelbaum vor der Theke, sondern eben auch durch die Huldigung der Apfelblütenkönigin.

Die bereitet sich nun schon auf den Weihnachtsmarkt vor und zu Beginn des nächsten Jahres auf die externer Hyperlink in neuem Fenster ffnen Grüne Woche in Berlin sowie den Empfang bei Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU).

 

 

 

 

 

 

Herbst und Winter


Baumpflanzung mit Revierförster Neugebauer

Wenn Bürger selbst Büsche und Bäume pflanzen, ist die Wertschätzung höher, hoffen Bürgermeister und Förster. Die Apfelblütenkönigin ist mit einem Wildapfelbaum beispielgebend vorangegangen.

 

 

Von Gerrit Mai 

Dicke Raureifschichten liegen wie Puderzucker auf den Bäumen. Apfelblütenkönigin Jenny I. hat warme Winterstiefel aus dem Schrank geholt, einen kuscheligen Schal um den Hals geschlungen, sich mollige Handschuhe geschnappt und ihre Schärpe über die dicke Winterjacke gelegt.

Sie hat mit Förster Björn Neugebauer und Bürgermeister Gregor Sommer (CDU) am eiskalten Waldrand der Schlink etwas Besonderes vor. Sie möchten einen Baum - einen malus sylvestris – pflanzen, den gemeinen Apfel, der auch als Wild- oder Holzapfel  bekannt ist. Jenny I. hatte die Idee dazu, den Förster und auch Bürgermeister Gregor Sommer (CDU) brauchte sie nicht lange zu überzeugen, denn der externer Hyperlink in neuem Fenster ffnen Wildapfel, Baum des Jahres 2013, ist eine der am stärksten bedrohten Baumarten der Region. Er bleibt nur „sortenrein“, wenn er von Wildäpfeln bestäubt wird, was in einer Region der Kulturfrüchte nicht gegeben sei.

Neugebauer freut sich, dass Jenny diese Aktion startet, sie aber auch an ihre Nachfolgerinnen weitergeben möchte. So könnte am Waldrand ein kleiner Wildapfelhain entstehen, Bestäubung und Überleben wären gesichert. Da der Apfelartenreichtum inzwischen groß ist, fand der Förster, dass es dem Apfeldorf gut anstünde, auch etwas für die wilden Sorten und damit für den Artenreichtum zu tun, was wiederum Insekten, Vögel und anderen Kleintieren gut gefalle.

Dieser Aktion soll eine weitere des Försters folgen, dafür möchte er aber die Hilfe der Bevölkerung. Am Samstag, 22. April, sind die Bürger aufgerufen, im Offental auf einem halben Hektar Fläche rund 450 Sträucher, Büsche und kleine Bäume zu pflanzen. In dieser Stelle holzt der Forst im Winter Wirtschaftspappeln ab, die vor etwa 50 oder 60 Jahren gepflanzt, heute kaum zu verwerten seien, so Neugebauer. Da sei es sinnvoller, einen Waldrandsaum aus Haselnuss, Apfelrosen, Hartriegel Holunder oder Kornelkirsche anzulegen. In diesem Biotop soll sich neben Insekten und Kleingetier vor allem die Haselmaus wohlfühlen, denn die sei streng geschützt und fast ausgestorben. „Indem wir ihr einen Lebensraum schaffen hoffen wir, dass sie sich wieder ansiedelt“, so der Förster.

Die externer Hyperlink in neuem Fenster ffnen Haselmaus gehöre zur Familie der Bilche, zu denen auch Garten- und Siebenschläfer gehöre, und sei gerne in niedrigem Geäst unterwegs, meide aber blanken Boden. Er habe diese Entscheidung zusammen mit Dr. Dr. Dieter Selzer, dem Leiter der Unteren Naturschutzbehörde getroffen, und hofft, dass viele  große und kleine Bürger mitmachen. Dann sollte die Pflanzaktion an einem Tag geschafft sein, anderenfalls übernehme eine Baumschule die weiteren Arbeiten. Damit die jungen Büsche und Bäume nicht gleich Opfer von Wildschwein und Reh werden, sollen sie – ebenso wie der Wildapfel an der Schlink – einen Holzschutz bekommen, der derzeit im Wehrheimer und Usinger Wald als Pilotprojekt ausprobiert wird, und bei positiver Testphase möglicherweise auch in entsprechender Höhe als Schutz vor Hirschverbiss angewandt werden könne, so der Mann vom Forst.

 

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Jahreschwechsel und Frühjahr 2017


Jenny beim Geräte-Training in der Wehrheimer Fitness Lounge


Neujahrsgrüße zum Jahreswechsel


Die Fangruppe im Tonstudio


Bau eines Wagens für die Faschingsumzüge

 

Nach den Erkenntnissen einer Krankenkasse steht für mehr als 60 Prozent der Deutschen weniger Stress am Arbeitsplatz an erster Stelle der guten Vorsätze für 2017. Aber nach „Mehr Zeit für die Familie“ kommt gleich der Anspruch, sich mehr zu bewegen. Aber oft verschwindet gerade der schon im Frühjahr wieder in der Schublade. Das weiß auch Apfelblütenkönigin Jenny I., und sie hat einen Tipp: Man sollte mit kleinen Schritten beginnen und sich nicht zu viel vornehmen

 

Von Gerrit Mai

 

„Es ist nie zu spät mit Sport anzufangen.“ Apfelblütenkönigin Jenny I. muss es wissen, auch wenn sie selbst erst 22 Jahre alt ist. Sie studiert Sport im dualen System und absolviert den praktischen Teil in der externer Hyperlink in neuem Fenster ffnen Fitness-Lounge, und dort ist das älteste Mitglied immerhin 90 Jahre alt. „Sie ist fit wie ein Turnschuh, wohnt in der Nähe vom Bahnhof und kommt drei Mal in der Woche zum Sport gelaufen.“ Das findet Jenny eine bemerkenswerte Leistung.

Der Altersdurchschnitt im Studio liege bei knapp 50 Jahren, was bedeute, dass hier auch jede Menge Leute 60 Plus etwas für die Gesundheit tun. Die hätten für sich entdeckt, dass es bei der körperlichen Fitness um mehr geht als um Muskelpakete. Muskelaufbau im Alter bedeute, den Alltag mit Gelenk schonender Muskelkraft besser zu bewältigen, und sich die Gelenkigkeit bis ins hohe Alter zu erhalten. „Das fängt schon beim Schuhe Binden an.“ Dafür sei es schon gut, einfach mal eine halbe Stunde die Muskeln zu dehnen. Ihrer Meinung nach könnte so manche Operation oder mancher Gelenkersatz durch frühzeitiges Training vermieden, oder hinausgezögert werden. Zumindest wenn die Arthrose das Leiden vieler älterer Menschen Ursache sei. Die Fitness-Lounge habe neben dem Gerätetraining Kurse wie Beckenbodentraining oder Rückenfit zur Stärkung des Muskelkorsetts und der Beweglichkeit der Wirbelsäule, auch speziell für Menschen 50 Plus im Angebot. Unter Mitwirkung von Physiotherapeuten werden Fitness-Programme zusammengestellt, die individuelle Ziele, Fähigkeiten und Grenzen berücksichtigen.

Jetzt, mit Beginn des neuen Jahres sei die Anzahl Sportwilliger höher als sonst im Jahr, denn mehr Bewegung steht an dritter Stelle der Liste der guten Vorsätze. Dass die meist schon nach ein paar Wochen wieder vergessen sind, hat einen Grund, vermutet Jenny: „Viele nehmen sich einfach zu viel vor.“ Deshalb ihr Tipp: Sich nicht als Ziel setzen, jeden Tag zu trainieren, sondern langsam anzufangen. Denn mit dem Frust, die Vorsätze nicht einhalten zu können, sinke auch die Bereitschaft überhaupt etwas zu machen. Drei Mal in der Woche zu sporteln sei schon ideal, aber es sei auch schon gut, einfach mal wieder spazieren zu gehen.

Für Jenny selbst ist das kein Thema, denn sie ist mit Sport, mit Leichtathletik und Schwimmen aufgewachsen, geht neben dem Fitness-Studio auch gerne joggen und hat früher in der Garde getanzt.

Wie sie das schafft: „Prioritäten setzen.“ Es komme darauf an wie wichtig einem sein Körper ist, schließlich habe man nur den einen. Vorteil eines Fitness-Studios sei es, dass hier der ganze Körper individuell trainiert werde. Allerdings wird in der Fitness-Lounge nicht nur der Körper trainiert, sondern auch Gemeinschaft gepflegt. Beim Training kommen Sportler jeden Alters schnell ins Gespräch und sich anschließend in der Lounge auf einen entspannenden Kaffee zu treffen, gehöre für viele zum Training. „Das ist für viele eine wichtige soziale Komponente.“ Aber auch eine Art sozialer Kontrolle, die es erleichtert, die guten Vorsätze auch einzuhalten. Und wie vieles andere, geht auch das Muskeltraining gemeinsam besser.

 

 

 

 

Eine königliche Hymne für Fastnacht und die Ewigkeit

 

Von Gerrit Mai

Die amtierende Apfelblütenkönigin Jenny I. hat zwei Drittel ihrer Amtszeit hinter sich gebracht und schon viel erlebt. Ihr Fanclub ist ganz schön stolz auf sie und hat jetzt sogar einen eigenen Song aufgenommen.

 

Friedrichsthal. 

Wenn andernorts der Maibaum auf dem Dorfplatz steht, ist in Wehrheim Apfelblütenfest. In diesem Jahr soll das richtig zünftig gefeiert werden, und darauf bereiten sich die Fans der amtierenden Apfelblütenkönigin Jenny I. jetzt schon vor. Carina Jannusch, Bianca Kramer, Beate Jannusch und Steffi Dietrich haben zur Melodie des Voxx-Club-Ohrwurms „Wenn der Maibaum wieder auf dem Dorfplatz steht“ einen Song gedichtet, der das Fest zum Rocken bringen soll. Der Fanclub singt: „Wenn der Apfel wieder in der Blüte steht, und die Jenny sich die Schärp umlegt. Wenn sie sich ihr rotes Kleid anzieht, und das Krönchen auf dem Haupte trägt“, und beim Refrain – „Auf geht’s jetzt ist’s wieder so weit, Auf geht’s zur Blütenzeit“ – können alle mitmachen.

 

Aufnahme mit 25 Sängern

Um den Song unters Volk zu bringen, haben 25 große und kleine Anhänger ihn als Erinnerung an Jennys Zeit als Hoheit auf CD gebrannt. „Die Hymne sollte für die Ewigkeit festgehalten werden“, meint Nicole Herbach, die mit Jenny oft auf Tour ist. Schließlich sei der kleinste Ortsteil stolz wie Oskar auf seine Hoheit. In Reinhard Schlosser hatten die Anhänger einen kompetenten Partner, und so trafen sie sich zur Aufnahme kürzlich in seinem Tonstudio in Friedrichsthal. Es dauerte gar nicht lange, da war das Lied im Kasten und die Gruppe mit sangeskräftiger Unterstützung von Jenny stolz auf ihre Leistung. Wer den Song hören möchte, muss gar nicht bis zum Apfelblütenfest warten. Er wird auch an Fastnacht zur Hymne für die Königin, denn als ehemaliges Gardemädel kann Jenny I. gar nicht anders, als – närrisch unterstützt von ihren Fans – bei der Fassenacht mitzumachen.  Auf rund 60 Anhänger kann sie sich auch in anderen Dingen verlassen. „Ich bin noch nie allein auf einer Veranstaltung gewesen“, freut sich die 22-Jährige. In Königinnenkreisen und darüber hinaus ist sie bekannt dafür, dass sie nie allein kommt und dass – wenn sich irgendwo ein Meer aus roten Shirts bildet – die Apfelblütenkönigin aus Wehrheim im Anmarsch ist. Das war im vergangenen Jahr oft der Fall. Die Hoheit hat bei Veranstaltungen in Wehrheim, aber auch weit darüber hinaus, bis ins Allgäu, unvergessliche Erinnerungen gesammelt. Sie hat Orte kennengelernt, die sie ohne ihr Amt nie gesehen hätte. externer Hyperlink in neuem Fenster ffnen Homberg an der Ohm ist so ein Beispiel, denn die Stadt habe wunderschöne Fachwerkhäuser, hat sie festgestellt. Zudem hat Jenny Menschen getroffen, denen sie sonst nie begegnet wäre.

 

Neben den anderen Hoheiten und ihren Begleitern waren das externer Hyperlink in neuem Fenster ffnen Volker Bouffier (CDU) und seine Ehefrau Ursula beim Empfang des Ministerpräsidenten auf Schloss Biebrich in Wiesbaden. Die Apfelblütenkönigin fand es toll, dass der Landesvater für jede Hoheit ein persönliches Wort hatte, und sich bei einigen sogar an frühere Begegnungen erinnerte. „Daran merkt man, dass er diese Treffen ernst nimmt.“

 

 

 

Friedrichsthal. 

Die fünfte Jahreszeit ohne die Apfelblütenkönigin? Das geht gar nicht. Das war irgendwie von vornherein klar. Denn wer schon mal in einer Garde getanzt hat, und wer in Friedrichsthal regelmäßig als Orden-Mädel auf der Bühne steht und Küsschen an die Aktiven verteilt, dem liegt das närrisch sein im Blut und der muss bei der Fassenacht dabei sein. Deshalb war es von Anfang an klar, dass Jenny I. mittendrin sein wird im Faschingstreiben.

Jetzt hat der Fanclub mit den Vorbereitungen begonnen, denn neben Auftritten bei den Fremdensitzungen möchte die Hoheit mit ihrem Hofstaat beim närrischen Umzug hoch auf dem gelben Wagen – dem Unimog eines Freundes – mitfahren. Der soll nicht nur gelb wie sein Führerhaus bleiben, sondern in den kräftigen Farben reifer Äpfel erscheinen. In Grün und Rot, damit er zum Kleid und den Fan-Shirts passt. Ihre Anhänger haben an alles gedacht. Und auch die Apfelblütenkönigin selbst hat sich im Arbeitsdress in die Farbe gestürzt und bei den allerfeinsten Strichen ein ruhiges Händchen bewiesen. Sie war zusammen mit einigen Fans den ganzen Samstag damit beschäftigt, feste Platten an das Auto zu schrauben und sie anzustreichen. 14 dunkel- und hellrote Papp-Äpfelchen werden das tolle Teil zieren, dazu noch Äste und ein großes Wappen – mehr soll an dieser Stelle aber nicht verraten werden. Ein bisschen Geheimnis muss schließlich noch bleiben und wird erst gelüftet, wenn der närrische Lindwurm sich am Samstag, 25. Februar, von 15 Uhr an durchs Apfeldorf schlängelt. Wer’s gar nicht abwarten kann, sollte am Vormittag nach Usingen kommen. Dort startet der Umzug am gleichen Tag bereits um 11.11 Uhr in der Hattsteiner Allee, und die Wehrheimer Hoheit ist auch tags drauf von 14.11 Uhr an in Oberursel dabei.

Doch jetzt ist sie erst einmal gespannt auf die externer Hyperlink in neuem Fenster ffnen Grüne Woche, die am kommenden Wochenende in Berlin beginnt. Zusammen mit Bürgermeister Gregor Sommer (CDU) vertritt sie Wehrheim.

 

 

Nachfolgerin gesucht

Jenny hat noch ein Drittel ihrer Amtszeit vor sich, und in dieser Zeit auch noch einiges vor. Sie freut sich beispielsweise auf die Grüne Woche in Berlin. Doch damit es weiter geht, muss beizeiten an ihre Nachfolge gedacht werden. Wenn also eine junge Frau für ein Jahr ebenfalls solch tolle Erfahrungen machen möchte, kann sie sich für das Ehrenamt der Apfelblütenkönigin bei der Taunus Zeitung unter tz-usingen@fnp.de  bewerben.

 

 

 

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April / Mai 2017


Jennys rühriger Fanclub


 

Wenn der rote Pulk kommt, ist Apfelblütenkönigin Jenny I. nicht weit. Ihre Fans lassen sie nicht im Stich, aber sie haben auch selbst etwas davon, lernen neue Leute, und interessante Feste kennen.

 

Von Gerrit Mai

 

Friedrichsthal.

„Ein Dorfkind ist nie allein“, heißt es in dem Lied der Band Dorfrocker. Aber auch Apfelblütenkönigin Jenny I. ist nie allein. Immer wenn bei einer Veranstaltung ein roter Pulk auftaucht, ist die Hoheit nicht weit.

Bereits bei der Inthronisation haben fast 50 Fans in roten T-Shirts die neue Hoheit mit diesem Lied begrüßt. Sie haben es umgedichtet, und stehen voll hinter dem Satz: „Doch, wenn’s drauf ankommt, halte mer immer zam.“ Das ist bezeichnend für Apfelblütenkönigin aus Friedrichsthal, denn ihr Markenzeichen sind ihre Begleiter.

Die braucht Jenny I. aber nicht nur fürs Zepter Halten. (Obwohl das die sechsjährige Hannah gerne übernimmt, denn sie möchte später auch mal eine so schöne Königin mit einem herrlichen roten Kleid werden.) „Für mich sind die Fans sehr wichtig, denn sonst hätte ich nur halb so viel Spaß bei den Veranstaltungen“, versichert die Jenny. Ihre Fans jubeln ihr zu, wenn sie vorgestellt wird, feuern sie an, wenn sie auf der Bühne steht, rotten sich am Begleitertisch zusammen, und haben ihr einen Faschingswagen gebaut, das war ganz schön viel Arbeit.

Hannah rückt zudem pflichtbewusst die Buttons an der Schärpe gerade, wenn die Kronberger Burg Kopf steht. „Solche Erlebnisse hätten wir sonst nie gehabt“, freut sich Caroline Waliczek.

Zum Beispiel in Gambach Erdbeeren und Spargel genießen oder in der Berliner Straßenbahn zusammen mit einer bayerischen Gruppe singen. Ein neues Ferienziel ist auch gefunden. Der Besuch des Bergwiesenfestes in Pfronten im Allgäu war so gut in Erinnerung, dass einige inzwischen ein paar Tage Ferien dort verbracht haben. „Wir fahren sicher wieder hin“, berichtet Mama Steffi.

Sie hat alles im Bild festgehalten, und weiß noch genau, wann welcher Termin war. Sie hat eine What’s-App-Fan-Gruppe gegründet, und informiert über die nächsten Termine. „Wer Zeit hat, kommt mit.“ Das sei ganz locker, aber doch irgendwie verpflichtend. Die Wochenenden sind jedenfalls ausgebucht. „Was sollten wir auch sonst machen“, schmunzelt Caroline Waliczek.

Wird es den Friedrichsthaler also langweilig, wenn das Königinnenjahr um ist? „Nein, sicher nicht, denn wir wissen ja, wo wir hingehen können“, antwortet Ehemann Thomas. Zum Gambacher Erdbeer-, dem Oberurseler Brunnen- oder dem Kronberger Burgfest. Sie können aber auch die Königinnen besuchen, die sie samt Anhang kennengelernt haben: Zur Gurkenkönigin nach Biblis, zur Laternenkönigin nach Büdesheim oder zur Apfelkönigin nach Homberg an der Ohm fahren.  

 

 

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Bereit für die Zepterübergabe

Damit das Apfelblütenfest funktioniert, ist viel zu tun

 

Von Harald Konopatzki

 

Wehrheim feiert morgen seine Lieblingsfrucht und die dazugehörige Königin. Damit beim Apfelblütenfest im Schwimmbad alles reibungslos klappt, investieren die Organisatoren viel Zeit

Wenn die Besucher morgen zum Apfelblütenfest ins Ludwig-Bender-Bad kommen, ist alles bereit für die große Sause. Dafür haben die Gemeinde – vom Bauhofmitarbeiter bis zum Bürgermeister – und viele Freiwillige einen echten Marathon absolviert.

Innerhalb weniger Tage verwandelt sich das Schwimmbadgelände seit 14 Jahren immer Anfang Mai in eine kleine Festmeile. Unzählige Meter Kabel müssen verlegt, Tische und Bänke aufgestellt sowie Zelte und Wagen positioniert werden – jeder Standbetreiber wird extra eingewiesen und genaue instruiert. Eine der Zutaten, die das Erfolgsrezept des Apfelblütenfestes ausmachen. Denn so entsteht ein breites Angebot, bei dem – außer an den Ständen, an denen des kulinarische Angebot zu beliebt ist – Gedränge trotzdem ein Fremdwort ist.

So wichtig Wehrheim der Status als Dorf ist, so wichtig ist den Machern des Festes eben die Gemütlichkeit – auch wenn der Preis dafür zwischendurch etwas Anspannung hinter den Kulissen ist. Wenn etwa zum Höhepunkt, der Inthronisation der neuen Apfelblütenkönigin Katharina II. gegen 12 Uhr, die Gasthoheiten in schicken Karossen vom Cransberger Oldtimer Club vorgefahren werden, wechselt Kulturamtsleiter Jürgen Schneider spontan das Ressort und übernimmt als „Verkehrspolizist ehrenhalber“ die Koordination des Corsos. Die Blicke der Besucher sind dann – natürlich – auf die Bühne gerichtet, wo sich Jenny Dietrich von den Wehrheimern und besonders von ihrem großen Friedrichsthaler Fanclub als Regentin verabschieden wird, um das Zepter an Katharina Becker zu übergeben.

Übrigens: Bevor jemand auf die Idee kommt, Laubbläser gen Himmel zu richten, um die Wolken zu vertreiben, die erwartet werden: Die für Wehrheim prägenden Apfelbäume brauchen im Frühjahr eben Wasser von oben. Insofern sollten sich echte Apfel-Fans nicht grämen oder gar vom Besuch abhalten lassen, wenn es morgen regnet. Dafür steigen die Chancen auf eine reiche Ernte im Herbst. Außerdem gibt’s morgen auch viele überdachte Plätze – und zum letzten Mal Schwimmbad-Karten zum Vorzugspreis.

 

 

 

 

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