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Apfelblütenkönigin Sunny I.


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Autogrammkartenfoto

 

Am Wehrheimer Apfelblütenfest, das am Sonntag, den 06. Mai 2012 im "Ludwig-Bender-Bad" mit zahlreichen Gästen gefeiert wurde, hat unsere Apfelblütenkönigin "Sunny I." ihre Regentschaft für den Zeitraum 2012/2013 übernommen. 

 

Verfolgen Sie ihren Weg mit nachstehenden Berichten und Bildern.

 

 

Weitere Bilder vom "9. Wehrheimer Apfelblütenfest" finden Sie >>> hier

 

 

Zeitungsbericht von ihrer Inthronisation >>> hier

 

 

Noten und Text des Wehrheimer Apfelliedes >>> hier

 

 

 

 

 

Zum Vergrößern bitte die Bilder anklicken

 

Fotos:

Gerrit Mai

 

 

 

 

 

 

Verfolgen Sie ihren Weg mit nachstehenden Berichten und Bildern.

 

Veranstaltungskalender (Tagebuch):

März/April 2012

Mai 2012

Juni 2012 

Juli 2012

August/September 2012 

Oktober 2012

November 2012

Dezember 2012

Januar / Februar 2013

März 2013

April 2013

 

 

 

 

 

 

 

Kontaktaufnahmen mit unserer Apfelblütenkönigin sind über die Gemeindeverwaltung Wehrheim möglich

 

 

 

Mit freundlicher Unterstützung:

 

externer Hyperlink in neuem Fenster öffnen Herzlich Willkommen bei der Raiffeisenbank Oberursel eG

 

 

 

 

 

März/April 2012


Sunny an ihrem Arbeitsplatz


... und in freier Natur


Bald geht ihre Sonne auf

 

Shkurta Radosta alias Sunny I. strahlt als Wehrheims neunte Apfelblütenkönigin

 

Ihre Wurzeln liegen in Südosteuropa, ihr Herz hängt an Wehrheim. Dort kennen viele ihr Gesicht – und das nicht nur wegen ihres strahlenden Lächelns.

 

Von Gerrit Mai

Es ist ein klassischer Mädchentraum – einmal royalen Glanz verbreiten. Für Shkurta Radosta ist dieser Wunsch wahr geworden. Sie wird beim Apfelblütenfest am 6. Mai zur Königin gekürt, denn unter dem Namen Sunny I. tritt sie das Amt der neunten Apfelblütenkönigin und damit die Nachfolge von Peggy I. an.

Was sie zur perfekt geeigneten Repräsentantin für das Apfeldorf macht, ist ihre Liebe zum Land: Die 25-Jährige findet Großstädte wie Frankfurt zwar toll, um etwas zu unternehmen – etwa im externer Hyperlink in neuem Fenster öffnen "Extrablatt" zu brunchen oder shoppen zu gehen. Aber wenn sie über die Saalburg kommt, und auf den Hintertaunus blickt, weiß sie, dass sie wieder zu Hause angekommen ist.

Und das, obwohl ihre Wurzeln in Südosteuropa liegen. Die neue Regentin wurde 1986 im Kosovo im damaligen Jugoslawien geboren, und daher kommt auch ihr für deutsche Zungen schwer auszusprechende Name. Als Königin wird sie Sunny I. heißen, denn das ist der Name, unter dem Shkurta (sprich: Skurta) Radosta in Wehrheim bekannt ist, und er ist Programm für ihr warmes, sonniges Lächeln.

Shkurta Radosta kam mit ihren Eltern nach Deutschland, als sie nur wenige Monate alt war, und lebte bis vor einem Jahr in Neu-Anspach. Dort machte sie an der externer Hyperlink in neuem Fenster öffnen Adolf-Reichwein-Schule Abitur.

Vielen dürfte die künftige Königin bekannt sein, denn als Arzthelferin in der Praxis von externer Hyperlink in neuem Fenster öffnen Dr. Andreas Tauber in der Bahnhofstraße hat sie sich schon um viele Wehrheimer gekümmert. Taubers Vorgänger

Dr. Manfred Hein hat sie ausgebildet, und ihr Beruf macht ihr sehr viel Freude. Sunny sieht ihre Stärken in ihrem Einfühlungsvermögen, in ihrer Fähigkeit, sich für andere einzusetzen und Verantwortung zu übernehmen.

 

Frau mit offenem Ohr

 

Eigentlich wollte sie Kinderkrankenschwester werden, denn gerade die Kleinen liegen ihr sehr am Herzen. Aber auch als Arzthelferin fühlt sich die harmoniebedürftige junge Frau am richtigen Platz. "Ich habe ein offenes Ohr für die Probleme der Patienten, und sie fühlen sich ernst genommen."

Dass sie von TZ und Gemeinde als Apfelblütenkönigin ausgewählt wurde, hat sie überrascht, denn eigentlich hatte sie sich nur "einfach so" beworben, als sie von der Suche las. Vielleicht hat aber auch dazu beigetragen, dass sie von der Praxis aus beobachten kann, wie Obstanbauer im Herbst ihre Äpfel in der Kelterei Wagner gleich gegenüber abgegeben.

Die 25-Jährige hat Wehrheim in den Jahren, in denen sie hier arbeitet und wohnt, kennen und lieben gelernt und weiß die Freundlichkeit und Verbindlichkeit der Bewohner zu schätzen. Durch ihre Arbeit beim Arzt und ihre Wohnung im alten Ortskern hat sie schon viele kennengelernt.

Sie freut sich darauf, ihre neue Heimat ein Jahr lang zu repräsentieren, Menschen kennenzulernen, mit denen man normalerweise keine Verbindung hat. Aber auch darauf, mit den Wehrheimern noch näher in Kontakt zu treten. "Ich bin gerne mit Menschen zusammen, das ist meine Welt."

Sunny gibt zu, dass sie sich auch darauf freut, im schicken Kleid im Mittelpunkt so mancher Veranstaltung zu stehen. Sie hat keine Scheu davor, im Supermarkt oder mitten auf der Straße als Apfelblütenkönigin angesprochen zu werden, das passiert ihr als Arzthelferin jetzt schon, und sie findet das völlig in Ordnung.

Die Wehrheimer können sicher sein, dass Sunny I. ihr Amt gut ausfüllt, denn die junge Frau bekennt: "Ich neige zum Perfektionismus, mache etwas mit Herz und Seele oder gar nicht."

 

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Mai 2012


Sunny mit Frisör Mike am Wehrheimer Stadttor


Sunnys Familie


Eröffnungsfest der Wehrheimer Mitte


Fest der Kindertagesstätte "Bügel"

Perfekt gestylt zur Inthronisation

Morgen beginnt die Amtszeit von Sunny I.

 

Da haben sich zwei gesucht und gefunden: Die neue Apfelblütenkönigin Sunny I., die morgen beim Fest im Schwimmbad inthronisiert wird, und ihr Friseur Mike Hartmann werden sich künftig häufiger sehen.

 

Von Gerrit Mai

Hoffriseur Mike bereitet sich darauf vor, Apfelblütenkönigin Sunny I. vor großen Terminen eine tolle Frisur zu verpassen. Foto: Mai Was macht ein Friseur mit einer Zahnbürste? "Er sprüht sie mit Haarspray ein und bändigt damit die feinen Härchen, die immer wieder aus einer Frisur herauslugen wollen", erklärt Mike Hartmann. Er ist der königliche Hoffriseur und richtig aufgeregt, als Apfelblütenkönigin Sunny I. zum ersten Mal in seinem Salon am Stadttor steht. Sie sieht ja auch toll aus in ihrem königlichen Kleid, das sie sich gemeinsam mit ihrer Freundin ausgesucht hat. Die Farbe war schon vorher klar: "Lila, denn das ist meine Lieblingsfarbe."

Nachdem die Haus- und Hofschneiderin der bisherigen Apfelblütenköniginnen, Rose-Luise Eich, einen Reißverschluss eingenäht hat, fühlt sie sich so richtig wohl, nur mit dem Reifrock muss sie sich erst noch anfreunden. "Allein ist das ganz schön schwierig." Kein Problem – zu vielen Terminen werden die Freundinnen Susanna und Ljuba oder Schwester Buce sie begleiten. Sie sind stolz darauf, Hofdamen einer Königin zu sein. Im Schärpen-Nähen hat die Schneiderin mittlerweile Routine, Olaf Schwiete im Besticken, und die Autogrammkarten sind auch schon gedruckt.

Weil auch die Frisur ein Hingucker sein soll, hat Friseur Mike die ganze Nacht vor dem Probetermin nicht geschlafen, bekennt er schmunzelnd. Er hat sich zudem über vergangene Feste und die Frisuren der Vorgängerinnen informiert. Und probefrisiert, um zu testen, wie lange er braucht, um die Hoheit ausgehfein zu machen, wie lange die Haare trocknen müssen, damit die Schillerlocken genügend Spannung haben, ob die Farbe des Haarteils passt und wie er die Krone befestigt. Fast drei Stunden seines freien Nachmittags hat er geopfert. Nein, ein richtiges Opfer ist das nicht, denn: "Er fängt mir langsam an, Spaß zu machen", lächelt er verschmitzt.

Der Haarkünstler erzählt zwischen Lockenwicklern und Strähnen, dass er 1996 eher zufällig zu dem Laden kam, weil die Chefin nach Mallorca entfleuchen wollte. Die Oma hatte ihm das Geld geliehen, aber dass er heute der dienstälteste Friseur in Wehrheim ist, hätte er sich nicht träumen lassen. "Ich habe sie alle überlebt", sagt er mit ein bisschen Stolz in der Stimme. Friseure und andere Geschäftsleute sind gekommen und gegangen, aber auch Bürgermeister und Pfarrer. Dass sein Salon sogar länger besteht als der Schlecker-Markt nebenan, hätte er bestimmt nicht gedacht.

Da er ebenso wie Sunny gleich um die Ecke wohnt, dürfte es kaum Probleme geben, wenn sie sonntagmorgens gegen sieben Uhr für eine Inthronisation oder ein anderes Fest gestylt werden möchte. Mit ihren Haaren, dem Charme und der Ausstrahlung hat die neue Hoheit den 38 Jahre alten Friseur restlos überzeugt. "Du wirst bestimmt die schönste Apfelblütenkönigin." Damit meint er allerdings nicht nur die Frisur . . .

Wer Sunny I. kennenlernen möchte, sollte am morgigen Sonntag zum Apfelblütenfest ins Freibad kommen (siehe "INFO"). Los geht‘s um 10.30 Uhr.

 

 

 

 

 

Sunny I. geht ihre Familie über alles.

Als Apfelblütenkönigin hat sie jedoch noch eine weitere Familie dazu bekommen, die fest zusammenhält: Ganz Wehrheim.

 

Fotogen war Sunny Radosta schon, bevor sie Wehrheims neunte Apfelblütenkönigin wurde. Ihre Mutter Patricia zieht zum Beweis eine Versichertenzeitung der AOK vom Oktober 2010 aus der Tasche – und wer lächelt da mit zwei dunkelbraunen Zöpfen, dicker Mütze, Handschuhen und mit einem Schlitten unterm Arm von der Titelseite? Genau, Sunny I. "Die Fotos wurden auf dem Feldberg aufgenommen, das war eine ganz tolle Erfahrung." Sunny strahlt heute noch bei der Erinnerung daran. Ausgesucht wurde sie wegen ihrer schönen Zähne, die bei jedem Lächeln zu sehen sind.

Sunny lächelt oft, denn sie ist meistens zufrieden und glücklich. Sie denkt gerne an die Aufnahmen, denn – auch wenn sie Sunny genannt wird und den Sonnenschein liebt – der Winter hat es ihr ebenfalls angetan. Im TZ-Interview hatte sie erzählt, dass sie gerne mit ihrem jüngsten Bruder Adrian (10) rodelt oder auf Schlittschuhen steht. Sie ist jedoch nicht nur mit dem kleinen Bruder gerne zusammen, der Hoheit geht ihre Familie, die Eltern Patricia und Petri, sowie die Geschwister Adriana, Buce, Rubens, Roland und Adrian, über alles. Sonntags wird bei Mama gegessen, das ist ein absolutes Muss. Da gibt es ihre Lieblingsgerichte – typische Balkangerichte wie Cevapcici, gefüllte Blätterteigtaschen oder Weinlaub und Kohlblätter.

Vater und Mutter sind mit den älteren Kindern vor 25 Jahren wegen des Krieges aus dem ehemaligen Jugoslawien nach Deutschland gekommen, und alle fühlen sich hier richtig wohl. Wichtig ist Sunny auch ihre Nichte Emma, Tochter von Schwester Buce und Schwager Jochen Gräfe, die im nächsten Monat ein Jahr alt wird.

 

Stolze Geschwister

 

Die Familienmitglieder sind stolz darauf, eine Königin in der Familie zu haben. "Ich finde es toll, dass ich zu Veranstaltungen mitgehen darf", freut sich Adrian. Beim Quellenfest an Pfingsten in Bad Vilbel war er auch dabei. Bei solchen Festen trifft Sunny ihre dritte Familie – die befreundeten Hoheiten. Sie sind ein eingeschworener Kreis, und alle halten zusammen. In Bad Vilbel waren auch Königinnen a. D. dabei wie ihre Vorgängerin Peggy Seeger. Gute Ratschläge gibt’s auch. Etwa den von der heute zu kürenden Oberurseler Brunnenkönigin Vanessa I. Sie hatte ihre Kollegin darauf vorbereitet, dass beim Brunnenfest auch die Fahrgeschäfte kein Tabu sind, aber das Königinnenkleid hinderlich sein könnte. Flugs hat Sunny sich ein Dirndl gekauft und fühlt sich darin pudelwohl.

Wenn sie jedoch – wie am ersten Wochenende ihrer Amtszeit – gleich vier Termine an einem Tag hat, dürfte es schwer sein, sich umzuziehen. Am Tag der Einweihung der Wehrheimer Mitte war sie zudem beim Europafest in Usingen, beim Sommerfest der Kita am Bügel und beim externer Hyperlink in neuem Fenster öffnen Jubiläumsgottesdienst in Pfaffenwiesbach. "Aber Spaß gemacht hat’s doch", erzählt Sunny. Denn diese Vielfalt bringe positiven Stress.

 

 

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Juni 2012


Clowndoktorin Dr. Pille-Palle

Unsere Apfelblütenkönigin Sunny I. öffnet ihr Herz für Kinder zum Höhepunkt der diesjährigen Fussball-Europameisterschaft.

 

Sie wird zur Live-Übertragung des Endspiels am Sonntag, dem 01. Juli 2012 im Biergarten der Wehrheimer externer Hyperlink in neuem Fenster öffnen Löwenherz-Gastronomie als Kellnerin während dem public viewing die hoffentlich zahlreich erscheinenden Gäste bedienen und den zusammenkommenden Erlös aus ihren Trinkgeldern den Clowndoktoren für deren löbliche Arbeit mit kranken Kindern sowie einer örtlichen gemeinnützigen Einrichtung zur Verfügung stellen.

 

Die Clowndoktoren machen Visite bei Kindern in Krankenhäusern und bei älteren Menschen in Senioren- und Pflege-Einrichtungen. Ihre Arbeit finanziert sich rein aus Spenden. Sunny fühlt sich dieser Organisation eng verbunden und hat sich spontan für diese Aktion entschieden. – Sie hofft, dass zahlreiche Besucher zu dieser Endspielübertragung kommen, sich von ihr bedienen lassen und diesen außergewöhnlichen Service mit einem würdigen Trinkgeld honorieren.

 

 

 

Unser besonderer EM-Service für Sie:

Informationen rund um die Fussball-Europameisterschaft 2012 >>> externer Hyperlink in neuem Fenster öffnen hier

 

 

 

 

Hier einige Informationen über die Arbeit der Clowndoktoren: >>> externer Hyperlink in neuem Fenster öffnen hier

 

 

Aus den Kinderkliniken

 

„Die Arbeit der Clowndoktoren ergänzt die medizinische und pflegerische Arbeit in unserer Klinik für Kinder und Jugendliche in perfekter Weise und trägt zu einer vollständigen Behandlung bei.“

Univ.-Prof. Dr. med. Markus Knuf, Direktor der Klinik für Kinder und Jugendliche, Dr. Horst Schmidt Klinik, Wiesbaden.

 

 

 

“Hier kommt eine Gruppe von professionellen, äußerst sensibel agierenden Künstlern zu den Kindern und bringt auf eine ... Weise Lachen, Spaß und Freude in das Leben der Kinder, die dazu angetan ist, Belastungsmomente zu vermindern und reaktive depressive Verstimmungen so gut zu therapieren, wie es dem geschultesten Psychologen kaum gelingen kann.”

Prof. Dr. med. M. Albani, ehem. Direktor der Klinik für Kinder und Jugendliche, Dr. Horst Schmidt Klinik, Wiesbaden.

 

 

 

„Die Clowndoktoren sind heutzutage aus den multiprofessionellen Teams in den Kliniken für Kinder und Jugendliche nicht mehr weg zu denken. Sie verstärken unsere Anstrengungen neben der praktischen Medizin bei den kleinen Patienten die psychologische und emotionale Seite zu stärken. Wir müssen allen Spendern deshalb unendlich dankbar sein, dass sie in den vergangenen Jahren die Finanzierung von Clowndoktoren mit hohem professionellem Niveau ermöglichen.“

Priv. Doz. Dr. med. Dr. med. habil. Lothar Schrod, Ärztlicher Direktor des Klinikums Frankfurt-Höchst und Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Frankfurt-Höchst

 

 

 

„Die Clowndoktoren lockern die Atmosphäre auf, auch beim Personal und den Eltern. Die Clowndoktoren sind aus unserem Stationsalltag nicht mehr weg zu denken.“

PD Dr. med. Bernhard Lettgen, Chefarzt und Geschäftsführer Darmstädter Kinderkliniken Prinzessin Margaret GmbH, Darmstadt

 

 

 

„Es ist unheimlich schön zu sehen, dass die Clonwdoktoren hier auf die Station kommen, und die Kinder alles vergessen können - die Krankheit vergessen - und lachen und Spass haben können.“

Krankenschwester in der Dr.-Horst-Schmidt-Klinik

 

 

 

 

 

Aus dem Seniorenheim

 

 

„Frau P. nahm nach dem Besuch der Clowndoktoren für einige Tage vermehrt am öffentlichen Leben des Hauses teil.“

Heidi Böhler-Henkel, Sozialdienst, Seniorenzentrum Stockstadt (2010)

 

 

 

„Frau H. sang tagelang „My Fairlady“ im Foyer.“ (Anmerkung: Die Clowndoktoren hatten bei ihrem letzten Besuch Lieder aus „My Fairlady“ mit den Senioren gesungen.)

Heidi Böhler-Henkel, Sozialdienst, Seniorenzentrum Stockstadt (2010)

 

 

 

„Frau R. kam am Besuchstag nach 3monatigem Klinikaufenthalt, davon mehrere Tage im Koma, in unser Haus zurück. Der Clowndoktoren-Besuch vereinfachte das Ankommen ungemein, zumal sie die deutsche Sprache nicht spricht. Ihr Empfang war herzlich, verspielt; nonverbal wurde vermittelt, dass sie willkommen ist.“

Heidi Böhler-Henkel, Sozialdienst, Seniorenzentrum Stockstadt (2010)

 

 

 

„Herr L. – verbale Kommunikation ist nicht mehr möglich. Der Clowndoktoren-Besuch war aber für seine Ehefrau ein ungemein wichtiges Ereignis. Sie konnte seit langer Zeit wieder einmal lachen – selbst zu Hause musste sie noch schmunzeln, wenn sie an die Clowns dachte.“

Heidi Böhler-Henkel, Sozialdienst, Seniorenzentrum Stockstadt (2010)

 

 

 

„Frau Z. erzählte noch Tage nach dem Besuch der Clowndoktoren und wie schön der Nachmittag war – der Besuch gibt immer wieder Anlass zum Gespräch und fördert damit die Kommunikation zwischen den Bewohnern.

Heidi Böhler-Henkel, Sozialdienst, Seniorenzentrum Stockstadt (2010)

 

 

 

„Frau K. (eine Griechin, die schon lange in Deutschland lebt). Dr. Schnickschnack spricht griechisch mit Frau K. – sie zeigt sich unglaublich verwundert, als würden plötzlich ganz entfernte Erinnerungen wach, die sie aber nicht einordnen kann. Ganze Filme laufen auf ihrem Gesicht ab. Nach dem Clowndoktoren-Besuch nimmt sie der Pflegekraft den Löffel ab und isst selbständig – vorher bekam sie das Essen gereicht!“

Heidi Böhler-Henkel, Sozialdienst, Seniorenzentrum Stockstadt (2010)

 

 

 

„Frau S. nutzt die Gelegenheit, ein außergewöhnliches Angebot zu genießen. Sie hat großen Spaß, liebt die spielerische Kommunikation und profitiert noch einige Tage vom Besuch der Clowndoktoren, selbst in der Klinik, die sie einige Tage danach aufsuchen musste.“

Heidi Böhler-Henkel, Sozialdienst, Seniorenzentrum Stockstadt (2010)

 

 

 

„Herr Y. (ein in Deutschland lebender Türke). Für Herrn Y. war der Besuch der Clowndoktoren außergewöhnlich positiv – echte Männergespräche auf Türkisch mit Dr. Schnickschnack.

“Heidi Böhler-Henkel, Sozialdienst, Seniorenzentrum Stockstadt (2010)

 

 

 

 

 

 

Sunny unterstützt Dr. Pille Palle

Apfelblütenkönigin sammelt für die Clown-Doktoren

 

 

Von Gerrit Mai

Apfelblütenkönigin Sunny I. hat ein Herz für Kinder und weiß, dass es für die Kleinen ganz besonders schlimm ist, wenn sie krank sind. Daher unterstützt sie die Clown-Doktoren, die Visite bei Kindern im Krankenhaus machen. Um Geld für diese zu sammeln, hat Sunny jetzt harte Arbeit auf sich genommen.

 

Doktor Pille Palle trug eine blaue Schürze mit weißen Tupfen, an der eine große Sonnenblume steckte. Mit ihren grünen Gärtnerstiefeln und den Handschuhen sah sie aus, als komme sie geradewegs aus einem Blumenparadies. Wegen des noch bis vor kurzem grassierenden Fußball-Fiebers hatte sie sogar einen Hut, groß wie ein Fußball, auf dem Kopf, die lustigen Sprüche, die aus ihrem knallrot geschminkten Mund kamen, hat sie jedoch immer dabei. Natürlich auch bei ihrem Besuch in der Gaststätte Löwenherz, wo sie sich mit Apfelblütenkönigin Sunny I. um die Gäste kümmerte.

 

Gute Laune

 

Dr. Pille Palle sorgte für die gute Laune, die Hoheit bediente und ließ sich ordentlich Trinkgeld geben. Das wanderte in eine große Spendenbox und war für die Arbeit des Vereins Clown-Doktoren bestimmt. Denn zu denen gehört Dr. Pille Palle als Kollegin von Dr. Holzkopf, Dr. Karamella und Dr. Johannis Kraut.

Dr. Pille Palle heißt im wirklichen Leben Gianna Matysek und hat es sich – wie alle Clown-Doktoren – zur ehrenamtlichen Aufgabe gemacht, kranke Kinder und alte Menschen in Krankenhäusern und Heimen für ein paar Stunden ihren oft leidvollen und traurigen Alltag vergessen zu lassen. Sunny I. hat während ihrer Ausbildung zur Arzthelferin bei einem Praktikum in der Kinderklinik Höchst selbst erlebt, wie Kinder mit diesen besonderen Ärzten, die im normalen Leben ganz andere Berufe haben, unbeschwert lachen und ihre Krankheit für kurze Zeit vergessen.

"Das ist gut für Herz und Seele", ist sich Sunny sicher. Sie hat erfahren, wie Kinder es genießen, eine oder zwei Stunden am Tag unbeschwert zu spielen. Für ihre Amtszeit hat sie sich vorgenommen, sich für andere Menschen einzusetzen, und die Clown-Doktoren waren für sie eine gute Adresse für eine Spende.

Nachdem Wirt Torben Emmerich und Ursula Gräfe von den Landfrauen noch große Spenden in die Box geworfen hatten, kamen mehr als 400 Euro zusammen. "Eine Frau hat sogar noch am Tag danach Geld in der Arztpraxis abgegeben, in der ich arbeite", berichtet Sunny I. stolz.

 

Viele Termine

 

Sie hatte im Juni noch mehr Termine, bei denen sie Menschen kennengelernt hat, die sich für andere einsetzen. Beim Schulfest etwa war sie begeistert, was der Elternbeirat mit Unterstützung von Eltern, Lehrern und Kindern auf die Beine gestellt hat. Eine olympische Leistung, findet die Königin, denn "Olympia" war das Thema des fröhlichen Tages in der Limesschule.

Sie war außerdem begeistert vom Einsatz der Leichtathleten, und darüber, was die anlässlich des überregionalen Sportfestes am Oberloh auf die Beine gestellt hatten. Die Jungs von der thailändischen Jugendnationalmannschaft haben einen besonderen Eindruck hinterlassen, denn sie ließen sich liebend gern mit ihr fotografieren. Viel fotografiert wurde auch beim Gurkenfest in Biblis, denn zur Krönung der 60. Gurkenkönigin Linda I. waren neben Sunny I. mindestens noch weitere 50 Hoheiten gekommen.

 

 

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Juli 2012


Sunny mit Freundin Kirsten und Schwester Buce

Ein Glas auf die Freundschaft

Von wegen unnahbar oder "in einer anderen Welt lebend": Apfelblütenkönigin Sunny I. ist eine ganz normale Frau. Und für die sind Freundinnen sehr wichtig.

 

Von Gerrit Mai

Drei, die nicht nur gerne Cocktails miteinander trinken – Kirsten König, Sunny I. und Buce Gräfe (von links) helfen sich als echte Freundinnen auch gegenseitig.

Als Sunny I. während ihrer Ausbildung Cailly de Orive kennenlernte, war ihr gleich klar: Die muss ich unter meine Fittiche nehmen." Damals war Cailly 15, seitdem sind viele Jahre vergangen, und heute sind beide Freundinnen: Eine kann sich auf die andere verlassen. Die Apfelblütenkönigin hat noch mehr solche Freundinnen, und die beraten sie nicht nur in Sachen Mode, sie haben auch ein offenes Ohr für Probleme.

Kirsten König, die zweite im Bunde, kennt Sunny seit der Oberstufe an der Adolf-Reichwein-Schule in Neu-Anspach, und auch wenn sie zu einem Jahrgang gehörten, haben sie sich doch erst durch eine gemeinsame Freundin kennengelernt. "Wir haben einfach mal spontan miteinander gefeiert und gemerkt, dass wir uns verstehen", berichtet die Hoheit.

Damals kannten sie sich kaum, das hat sich geändert. Da leidet ihre Freundschaft auch nicht darunter, dass Kirsten seit zwei Jahren in Stuttgart Bibliotheksmanagement studiert. Der Kontakt ist nicht abgerissen. Mal eine SMS, eine Nachricht auf Facebook, ein Telefongespräch oder – wenn sie mal wieder zu Hause in Wehrheim ist – eine Tasse Kaffee oder einen Cocktail, dabei lässt es sich gut plauschen.

Cailly de Orive, Kirsten König und ihre Schwester Buce Gräfe helfen Sunny in den Reifrock, kümmern sich um Frisur und Krone, schließen den Reißverschluss des Königinnenkleids, kutschieren und begleiten sie zu Terminen und feiern mit ihr. "Gute Freundinnen halten in guten und schlechten Tagen zusammen und sind nicht zu ersetzen", sagt Sunny.

Aber wie ist das mit der Schwester? Kann Frau mit ihr befreundet sein? "Na klar", sagen Buce und Sunny wie aus einem Mund. Die Hoheit versteht sich auch mit Adriana, ihrer zweiten, älteren Schwester sehr gut. Sie ist 25 und die Schwestern 30 und 31. Der Abstand sei so groß, dass sie sich mit beiden gut versteht.

Buce berät sie in Modesachen, weiß, welche Farbe ihr steht, und welches Lip-Gloss zum Kleid passt. Ganz uneigennützig ist das Ganze dennoch nicht, denn die Freundinnen erleben gemeinsam mit ihrer Apfelblütenkönigin Dinge, die für sie allein nicht möglich wären. So war Buce dabei, als Sunny die externer Hyperlink in neuem Fenster öffnen Eintracht-Fußballer vor ihrem Spiel gegen SG Anspach auf dem Oberloh begrüßte. "Die waren ganz begeistert, dass es bei uns eine Apfelblütenkönigin gibt und wollten sie gleich mit nach Frankfurt nehmen", erklärt Buce. Am Ende durften beide gar in den Eintracht-Bus einsteigen. "Da gab es vom Fernseher bis zur Kaffeemaschine alles." Luxus hinter verdunkelten Scheiben.

Dennoch hat Sunny festgestellt, dass die Kicker eigentlich ganz normale Jungs sind. Auch die besucht Sunny gern, zum Beispiel bei den Ferienspielen. Da war sie nicht nur willkommen, weil sie ein Eis dabei hatte, die Mädels bewunderten auch ihr Outfit. Eine ganz tolle Party war das Fest der einjährigen Regentschaft der Frankfurter Apfelweinkönigin Nora I, deren Amtszeit insgesamt zwei Jahre dauert. Das fand in Liederbach statt. Schade fand es Sunny I. jedoch , dass sie dafür auf die Zumba-Party in der Mitte verzichten musste, denn Zumba tanzt sie gern. (mai)

 

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August/September 2012


Sunny mit Apfelweinfreund Peter Gwiasda

Sunny I. wird Baumpatin

 

Apfelblütenkönigin setzt sich für den Erhalt der Sortenvielfalt ein

 

Sunny I. ist stolz auf "ihr" Wehrheim. Nach dem Besuch bei Apfelweinfreund und BUND-Mitglied Peter Gwiasda umso mehr, denn er berichtete von den wertvollen Gütern des Apfeldorfs.

 

Von Gerrit Mai

Sunny I. hat von Peter Gwiasda viel Neues über Äpfel, das Apfeldorf und Streuobstwiesen erfahren.  Sobald eine Apfelblütenkönigin ihre Robe überstreift, die Krone ins Haar steckt und das Zepter in die Hand nimmt, geht ein Strahlen von ihr aus. Aber das allein reicht nicht aus, meint Apfelweinfreund und BUND-Mitglied Peter Gwiasda. Er sagt: "Gut aussehen kann jede." Viel wichtiger sei es, Wehrheim als naturnahes und liebenswertes Apfeldorf bekanntzumachen.

Sunny I. muss er da nicht viel erklären. Sie kennt von langen Radtouren und Spaziergängen die Qualitäten ihrer Heimat genau. Sie ist erstaunt, wie viele Menschen – sogar in Südhessen – das Apfeldorf und die Kelterei Wagner kennen. "Das macht mich richtig stolz." Wenn sie vom Apfelblütenfest erzählt, von der Natur, die – trotz der Nähe zur Großstadt – Wehrheim dörflich-liebenswert macht, kommt sie selbst ins Schwärmen: "Wir leben paradiesisch und wissen es oft gar nicht zu schätzen."

Was genau für diese himmlischen Zustände sorgt und in Wehrheim ein Stück ländliche Idylle erhalten hat, kann ihr Gwiasda gut erklären. Nicht nur die beiden starken Naturschutzverbände hätten dazu beigetragen, sondern auch die Politik, etwa Altbürgermeister Helmut Michel (CDU).

Klar, dass der Apfelweinfreund auch auf sein Steckenpferd zu sprechen kommt: die Äpfel und die Streuobstwiesen, wo rund 5000 Pflanzen und Tiere eine Heimat finden. Diese Biotope seien zwar von Menschen gemacht, aber wertvolle Güter, die den höchsten Schutz brauchen. Früher war ein Dorf ganz selbstverständlich von einem Ring aus Gärten und Streuobstwiesen umgeben. "In Wehrheim ist das heute noch so", nennt Peter Gwiasda das große Plus des Apfeldorfs.

 

Säure fürs Stöffche nötig

 

Gwiasda weiß, dass Wehrheim keine typische Apfelgegend ist, aber für ihn kommt es nicht auf die Menge an, wie sie in gewerblichen Plantagen geerntet wird. Für ihn zählt vielmehr jeder einzelne Baum, der eine Streuobstwiese bereichert und für Artenvielfalt sorgt. Dazu gehöre auch die Bewahrung alter Apfelsorten mit Namen wie "Freiherrn von Berlepsch", "Boikenapfel", "Haberts Renette" oder "Roter Trierer Weinapfel". Letzterer sei sauer wie eine Zitrone, "aber diese Säure brauchen wir Schoppepetzer für ein gutes Stöffche", verrät Gwiasda. Tafeläpfel, wie es sie in jedem Supermarkt zu kaufen gibt, seien für Apfelwein nicht geeignet, da sie ohne besonderen Geschmack seien. Gwiasda geht noch einen Schritt weiter. Ihm reicht es nicht, Bäume zu pflanzen, sie müssen auch gepflegt werden. Von ausgebildeten Bauhofmitarbeitern, aber auch von Bürgern. Einige solcher gut geschulten Baumpaten gebe es schon, aber Gwiasda sucht noch weitere. Denn fast 2000 Obstbäume zu erhalten, sei schließlich eine arbeitsintensive Aufgabe.

Eine neue Patin hat er schon gefunden: Sunny I. möchte lernen, wie man Bäume schneidet und "ihren" Baum, wie alle Paten, als Belohnung abernten. Vielleicht aber erst im nächsten Jahr, wenn sie nicht mehr so viele Termine hat, wie etwa das Apfelweinfestival auf dem Rossmarkt in Frankfurt. "Wir wurden von der Frankfurter Travestie-Ikone "Bäppi La Belle" auf die Bühne gerufen." Mit ihr hatte sich Bäppi extra lange unterhalten, weil sie, aus dem Taunus kommend, eine "halbe Weltreise" hinter sich hatte. Wundervolle Erinnerungen hat Sunny aber auch an das Königsteiner Burgfest und das externer Hyperlink in neuem Fenster öffnen Gesangverein-Jubiläum in Obernhain. "Da habe ich mich so richtig zu Hause gefühlt.

 

Wer Äpfel zum Keltern bringen möchte, sollte sich Samstag, 29. September, und Samstag, 13. Oktober, im Kalender notieren. Dann nimmt die Kelterei Wagner, Bahnhofstraße, von 8.30 bis 12 Uhr Äpfel an

 

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Oktober 2012


Sunny beim Süßmostkeltern in der Kindertagesstätte "Große Lache"

Sunny I. ist die Rettung

Ohne sie wäre das Keltern ausgefallen

 

Die Taunus Zeitung begleitet Apfelblütenkönigin Sunny I. durch das Jahr ihrer Regentschaft. Ihr Oktober stand natürlich ganz im Zeichen des Apfels. Und seine Verarbeitung kann ganz schön anstrengend sein.

 

Von Gerrit Mai

Mit Unterstützung von Apfelblütenkönigin Sunny I. hatten Erzieherin Aggi Jochum und die Vorschulkinder die Äpfel schnell in leckeren Süßen verwandelt.

Das war harte Arbeit. Die Erzieherinnen hatten im Eiltempo jede Menge Äpfel geschnippelt, die Vorschulkinder füllten sie in den Häcksler und die matschige Masse anschließend in die kleine Kelter. Was herauskam, war ziemlich saurer und recht klebriger Most, in Hessen auch "externer Hyperlink in neuem Fenster öffnen Süßer" genannt. Aber da alles, was man mit den eigenen Händen schafft, besonders gut ist, schmeckte den Vorschulkindern dieses leicht bräunliche Gebräu köstlich.

Apfelblütenkönigin Sunny I., der die Kinder den Genuss zu verdanken hatten, durfte den frischen Most auch in den anderen Gruppen verteilen, denn er kam zum Frühstück gerade recht. Eigentlich hatte es so ausgesehen, als ob es keinen Süßen geben würde, denn die drei Apfelbäume, die die Gemeinde der Kita "Große Lache" zum Abernten zur Verfügung stellt, hatten – wie viele andere – nicht getragen. Da kam Sunny I. als Rettung. Besuche bei den Kindern sind für sie mehr als eine Pflichtübung, und als sie hörte, dass das Keltern ausfallen sollte, brachte sie Äpfel und natürlich kräftige Arme zum Helfen mit.

Starke Arme brauchte auch Jarmila Kotzur. Sie stand am Tresen in der Küche, schälte jede Menge Kartoffeln fürs Mittagessen, und so lernten die Kinder auch den Unterschied zwischen "richtigen" Äpfeln und Erdäpfeln kennen. Das Gedränge in der Kita-Küche war groß, und der Wettbewerb darum, wer das Rad am Häcksler oder an der Kelter drehen durfte, ebenfalls.

Bei Sunny I. stand der Oktober ganz im Zeichen des Apfelsaftes. Neben der kleinen gemeindlichen Kelter gibt es im Apfeldorf auch eine ganz große. Dort war sie in ihrer Eigenschaft als Hoheit zu Besuch und hat Süßen ausgeschenkt. Die große Kelteranlage ist fast 70 Jahre alt und steht in einer Halle der externer Hyperlink in neuem Fenster öffnen Kelterei Wagner. Fast alle Kinder hatten schon beobachtet, wie hier die Äpfel in riesigen Mengen angeliefert werden, wie sie ins Wasserbad fallen, ratternd in kleinen Loren in den großen Häcksler befördert werden, um dann von fleißigen Händen als Mus eingepackt und von der großen hydraulischen Kelter ausgepresst zu werden. Die Apfelblütenkönigin war erstaunt von den Warteschlangen bei der Abgabe und am Ausgabeschalter des Süßen.

In der Kita gab es keine Warteschlange, die Glaskaraffen mit dem frischen Süßen waren ruck, zuck leer. Anschließend gab‘s nur noch Apfelschorle, die trinken Frederik, Lennart, Alexander und die anderen aber auch gerne.

 

Weitere interessante Informationen zum Thema Apfelwein und dessen Herstellung:

externer Hyperlink in neuem Fenster öffnen Info 1

externer Hyperlink in neuem Fenster öffnen Info 2

externer Hyperlink in neuem Fenster öffnen Info 3

 

 

 

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November 2012


Königlicher Besuch im Stadttormuseum

 

Sunny I. informierte sich bei Stefan Velte über die Arbeit des Geschichtsvereins.

Hinter Apfelblütenkönigin Sunny I. liegt ein spannender Monat. Sie hat den hessischen Ministerpräsidenten geküsst!

 

Kaum zu glauben, dass im Bogen des Stadttors einmal die Kinder einer Großfamilie geschlafen haben. Der externer Hyperlink in neuem Fenster öffnen Geschichts- und Heimatverein hat das Gebäude Anfang der 80er-Jahre renoviert und ist 1983 dort eingezogen. Das erklärte Vorsitzender Stefan Velte Apfelblütenkönigin Sunny I.

Sie wohnt gleich gegenüber und hat sich schon lange gefragt, welche Geschichte wohl mit dem historischen Gebäude verbunden ist. Sie wollte aber auch wissen, wie die Arbeit des Vereins aussieht. Velte erklärte, dass jede Aufgabe an bestimmte Personen gebunden ist. Robert Kroh etwa arbeite am Orts-Familienbuch, und Robert Velte erforsche seit vielen Jahren das Archiv. "Er ist das Herzstück Wehrheims", erklärte Stefan Velte.

Robert Velte habe inzwischen seinen 80. Geburtstag gefeiert, und es gebe niemanden, der sich so gut im Dorf auskenne. Ein Nachfolger sei nicht in Sicht. "Was bis heute nicht erforscht ist, dürfte schwierig werden." Es sei ja kaum jemand da, der den Zweiten Weltkrieg noch miterlebt habe. Der Vorsitzende hat sich erst kürzlich die Mitgliederliste angesehen und sich gefragt, wer wohl in zehn Jahren noch aktiv dabei sein wird. Zum Beispiel, um die Schulgeschichte zu erforschen.

 

Eng mit der Aufgabe der Apfelblütenkönigin verbunden ist die Arbeit von Astrid Hauser. Sie bereitet die Ausstellung "Glück auf Rädern" vor, die – ähnlich wie seinerzeit die Schau von Hochzeitskleidern – beim Apfelblütenfest im Mai zu sehen sein wird. Sunny I. wollte in dem Zusammenhang wissen, ob auch Leute von sich aus auf den Verein zukommen, um mitzuhelfen. "Das ist eher selten", antwortete der Vorsitzende.

 

Kein Wunder also, dass er sagt: "Wir brauchen dringend Nachwuchs." Das könnten gerne auch Neubürger sein, die hätten den Verein von Anfang an vorangebracht. Denn ein wichtiger Auftrag eines Geschichtsvereins dürfe nicht vernachlässigt werden: Kindern und Enkeln Werte beizubringen und ihnen die Vergangenheit zu erklären. Schließlich habe schon der verstorbene langjährige Vorsitzende Helmut Michel gesagt: Nur wer die Vergangenheit kennt, kann auch eine gute Zukunft gestalten.

Könnte sein, dass sich die Königin später ganz privat als Sunny Radosta mehr um die Geschichte kümmert. Vorerst hat sie mit Stefan Velte vereinbart, bei einem gemeinsamen Rundgang geschichtsträchtige Orte zu besichtigen. Bis dahin kann sie in den Broschüren aus der Wehrheimer Geschichte lesen, die er ihr mitgegeben hat.

 

 

Sie kann aber auch in ihrer Erinnerung an den aufregenden Besuch bei Ministerpräsident Volker Bouffier gemeinsam mit anderen 150 hessischen Hoheiten schwelgen. Während Bouffier alle küsste, durften nur zwei – braunhaarige – zurückküssen, und eine davon war Sunny I. (mai)

Weitere Bilder vom Empfang der Hoheiten beim Hessischen Miniasterpräsidenten >>> externer Hyperlink in neuem Fenster öffnen hier

 

 

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Dezember 2012


Ein Weihnachtsengel in der Kindertagesstätte Obernhain


... und bei vielen anderen Veranstaltungen

Himmlischer Besuch im Kindergarten Obernhain 

 

Aus dem CD-Player klang weihnachtliche Musik, ein Lichtervorhang brachte Stimmung in den Turnraum der Kindertagesstätte Obernhain, alle Kindergartenkinder schauten gespannt und ein wenig aufgeregt zur Tür. Doch herein kam nicht der Nikolaus, den sie eigentlich erwartet hatten, sondern ein Engel mit glänzend blonden, fast goldenen Locken.

Der Engel schleppte ganz schwer an seinem braunen Sack, denn ihn hatte der Nikolaus geschickt, und er hatte für jeden der "Kleinen Strolche" einen kleinen roten Nikolausstiefel, gefüllt mit süßen Leckereien, mitgebracht.

"So tollen Besuch hatten wir noch nie", freute sich Kita-Leiterin Rita Buhlmann, und sie lobte den Engel dafür, dass er die ersten Schneeflocken als Vorboten vorausgeschickt hatte. Die Kinder begrüßten den Engel und auch den Winter mit fröhlichen vorweihnachtlichen Liedern und hatten durchaus Verständnis, dass der Nikolaus zurzeit einfach zu viel zu tun hat, um alle selbst zu besuchen.

Während Kilian sich ganz mutig und forsch vor den Himmelsboten stellte, holten sich andere eher schüchtern und zurückhaltend an der Hand der Erzieherin oder gemeinsam mit Freunden ihr Geschenk ab. Sogar die Jüngste, die zwei Jahre alte Marie, schaute dem Engel ganz tief in die Augen. Mit "Wir sagen Dankeschön" verabschiedeten die Kinder den Engel, der sich vor der Tür wieder in Apfelblütenkönigin Sunny I. verwandelte und ganz schnell in die Praxis Dr. Tauber zurückkehren musste, um hier für die Patienten der rettende Engel zu sein. In der Kita verabschiedeten die Kinder anschließend Erzieherin Tatjana Loos, die die Kleinen Strolche verlässt. mai

 

 

Sie hat ein bisschen Kosovo, ein wenig Serbien und etwas Kroatien im Blut, aber am Heiligen Abend kommt bei Sunny I. und ihrer Familie ganz traditionell Deutsch Gans mit Rotkraut und Klößen auf den Tisch.

Von Gerrit Mai

In der Adventszeit war Sunny I. als Himmelbote unterwegs, hat Freude und Geschenke gebracht. An Weihnachten wird sie bestimmt auch selbst beschenkt.

Shkurta Radosta, besser bekannt als Apfelblütenkönigin Sunny I., ist ihre Familie ganz wichtig. Daher trifft sich am Heiligen Abend ein Großteil der Geschwister mit ihren Familien bei den Eltern in Neu-Anspach. Die Brüder Roland und der jüngste, der elfjährige Adrian, leben sowieso noch zu Hause, Schwester Buce mit Mann und Tochter Emma in Hattersheim.

Die älteste Schwester Adriana lebt mit ihrer Familie in der Schweiz und wird mit dem jüngsten Enkelkind der Eltern, der fünf Monate alten Jana, am ersten Feiertag anreisen, und Bruder Rubens lebt in Berlin und schafft es nicht, in den Taunus zu kommen.

Und was gibt es bei einer Familie, die vor mehr als 25 Jahren wegen des Krieges aus dem ehemaligen Jugoslawien nach Deutschland kam, am Heiligen Abend zu essen? "Ganz klassisch, Gans mit Apfelrotkohl und Semmelklößen, alles selbst gemacht", berichtet die Hoheit. "Als wir nach Deutschland kamen, mussten wir uns schnell anpassen." Ohne Sprachkenntnisse, Wohnung und Arbeit sei der Anfang für die Familie nicht leicht gewesen. In der Umgebung gab es keine Landsleute, mit denen man sich zusammenschließen konnte, und so war es selbstverständlich sich anzupassen. Allerdings ist das mit den Traditionen auch nicht ganz leicht. Die Oma mütterlicherseits stammt aus Bosnien und ist russisch-orthodox, der Opa aus Serbien, und Papa Petri aus dem Kosovo, wo viele Moslems leben.

"Früher wurde nicht an Weihnachten, sondern an Silvester beschenkt", erklärt Sunny, nach dem orthodoxen Glauben sogar erst am 6. oder 7. Januar, und einen Nikolaus gab es auch nicht. Aber die Kinder sollten den Gepflogenheiten der deutschen Schulkameraden nicht nachstehen.

Am zweiten Feiertag gibt es ganz jugoslawisch mit Hackfleisch und Reis gefüllten Chinakohl, und dazu isst man selbst gebackenes Brot, eine Art Fladen, flach und fest, nur mit Mehl und Wasser gebacken. Die Familie teilt es und tunkt es in eine Soße, die in der Mitte des Tisches steht. "Die Mahlzeit soll daran erinnern, wie es früher war." Als es nicht viel zu essen gab, und das wenige, das man hatte, miteinander teilte.

Am ersten Feiertag lädt Sunny die Eltern und die beiden Brüder zu sich ein, nach dem opulenten Mahl am Heiligen Abend gibt es nicht viel zu essen, aber vielleicht einen Spaziergang oder gemeinsame Spiele. Sunny setzt auf den Zusammenhalt der Familie, und dass die Generationen voneinander lernen. "Vielleicht deshalb, weil ich meine Opas und Omas nicht kennen gelernt habe."

Wer sich in der Vorweihnachtszeit gewundert hat, dass die Apfelblütenkönigin kaum zu sehen war, der hat vermutlich den Engel mit dem Lächeln übersehen, der allenthalben Jung und Alt Geschenke und Freude gebracht hat.

 

 

 

 

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Januar / Februar 2013


Sunny vor dem Brandenburger Tor in Berlin


... und beim Wehrheimer Faschingsumzug

Nachfolgerin für Sunny I. gesucht

 

Das Lächeln wird Sunny I. wohl erhalten bleiben, der Titel als Wehrheimer Apfelblütenkönigin nicht. Denn am Sonntag, 5. Mai, wird die Neue inthronisiert. Das Bewerbungsverfahren ist angelaufen: Die Gemeinde und die Taunus Zeitung suchen wieder gemeinsam nach einer neuen Hoheit, die Wehrheim für ein Jahr repräsentieren wird. Bewerben können sich Frauen aus Wehrheim und seinen Ortsteilen. Voraussetzung ist nur, dass sie das 18. Lebensjahr vollendet haben. Die Apfelblütenkönigin kommt viel herum: Sie ist bei vielen Veranstaltungen dabei, wirbt im ganzen Taunus und darüber hinaus für das Apfeldorf. Frauen, die Interesse haben, ihr Heimatdorf zu repräsentieren, können sich bewerben. Ein Schreiben, in dem sich die Kandidatin vorstellt und erklärt, warum sie Apfelblütenkönigin werden möchte, dazu ein Bild – und ab geht die Post: An die Gemeindeverwaltung Wehrheim, Dorfborngasse 1, 61273 Wehrheim, oder die Taunus Zeitung, Kreuzgasse 22, 61250 Usingen. Infos gibt es bei Jürgen Schneider in der Gemeindeverwaltung. Er ist für Fragen unter der Telefonnummer (0 60 81) 5 8914 00 zu erreichen. tz/Foto: Mai

 

 

Wer folgt Sunny I.?  -  Die Anmeldefrist für die neue Apfelblütenkönigin läuft noch

 

 

Berlin ist eine Reise wert.

Von Gerrit Mai

Das weiß jetzt auch Apfelblütenkönigin Sunny I.. Sowieso genießt sie ausgiebig ihre letzten Wochen im Amt.

 

Während der Grünen Woche in der Hauptstadt Berlin hat Sunny I. auch das Brandenburger Tor besucht. Es lohnt sich Apfelblütenkönigin zu sein. Sunny I. lernte dadurch nicht nur Wehrheim und seine Bürger so richtig kennen, sondern auch die Bundeshauptstadt. Von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Königinnen für ein Wochenende zur Grünen Woche eingeladen, hatte sie privat noch ein paar Tage drangehängt und auf eigene Faust die Hauptstadt erkundet.

Aber schon das, was sie auf der Grünen Woche gesehen hat, hat sie fasziniert – 25 Hallen, und jede eine kleine Welt für sich. Ob Blumen aus Holland, russische Kultur, ungarisches Temperament oder landwirtschaftliche Themen, Sunny fand alles spannend. Sie repräsentierte auch am Stand der Hessen, und traf dort einen ehemaligen Wehrheimer: Joachim Diesner, der heute im Landesamt für Landwirtschaft und Umwelt arbeitet.

Die Hoheit ist zwar mittlerweile daran gewöhnt, dass sich die Leute auf der Straße nach ihr umdrehen, aber so viel Aufmerksamkeit hatte sie im Taunus doch eher selten. "Wildfremde Menschen wollten sich mit mir fotografieren lassen." Bei der Parade durch die Straßen habe sie auch jede Menge anderer Königinnen kennen gelernt. Am meisten fasziniert war sie von der Fischkönigin. "Sie hatte den ganzen Tag über einen richtigen Fisch in der Hand."

Sunny war mit dem Zug nach Berlin gefahren und hatte bei einer Freundin übernachtet, und auf der Rückfahrt hatte sie sich gleich auf ihren nächsten Termin vorbereitet – die Fremdensitzungen der externer Hyperlink in neuem Fenster öffnen Limes-Krätscher. Das Apfelgedicht, mit dem sie in der Bütt stand, war selbst geschrieben. Ein Talent, das sie selbst erst entdeckte, und das ihr – sowie den Zuschauern – sehr viel Freude gemacht hat. Als Apfelblütenkönigin hat sie zum ersten Mal die fünfte Jahreszeit miterlebt und die Fröhlichkeit genossen.

Zusammen mit den Merzhausener Narren war sie zur Sitzung nach Bad Homburg gefahren und hat Königin Ina I. spontan zum Apfelblütenfest eingeladen. Damit das zum Erfolg wird, suchen Gemeinde und Taunus Zeitung eine neue Königin. Die gute Nachricht an alle, die es werden möchten: Die Bewerbungsfrist läuft noch, und bewerben können sich junge Frauen aus allen Ortsteilen. Voraussetzung ist, dass sie 18 Jahre alt sind.

Die Gemeinde erstattet Auslagen, und das Kleid wird gestellt. Inklusive ist auch das einmalige Erlebnis des Apfelblütenfestes am Sonntag, 5. Mai, bei dem die neue Königin im Mittelpunkt steht. Da es sich um das zehnte handelt, ist das Rahmenprogramm besonders vielfältig. Für die Bewerbung genügt ein kurzes Schreiben mit Foto, in dem die Kandidatin erklärt, warum sie Apfelblütenkönigin werden möchte. Es sollte entweder an die Gemeindeverwaltung, Dorfborngasse 1, 61273 Wehrheim oder an die Taunus Zeitung, Kreuzgasse 22, 61250 Usingen, gerichtet sein. Infos gibt es bei der Taunus Zeitung unter Telefon (0 60 81) 91 86 16, oder bei Jürgen Schneider in der Gemeindeverwaltung unter (0 60 81) 5 89 14 00.

 

 

 

"Blaues" Blut fürs DRK

Apfelblütenkönigin trifft auf überzeugte Spender

 

Ein Blutspendetermin will gut organisiert sein. Dafür sind zahlreiche Helfer nötig, die sich sogar über eine ganz besondere Spende freuen konnten.

 

Von Gerrit Mai

Apfelblütenkönigin Sunny I. weiß als Arzthelferin wie nötig Spenderblut gebraucht wird. Deshalb hatte sie sich den Termin des Roten Kreuzes schon lange notiert. Dort traf sie auch eine ganz besondere Person: Wolfgang Baum. Der Pfaffenwiesbacher lag zum 125. Mal auf der Spender-Liege, in den ersten Jahren noch in der Alten Schule, in der heute die Heinrich-Kielhorn-Schüler lernen.

Der 69-Jährige erklärte der Hoheit auch, warum er immer wieder kommt. "Weil das hier ein ganz tolles Team ist." Deshalb liefert er fünf Mal im Jahr nicht nur jeweils knapp einen halben Liter Blut ab, er bringt regelmäßig einen Umschlag mit. Auf diesem steht deutlich geschrieben, dass der Inhalt nicht in den allgemeinen Spendentopf des DRK fließen, sondern den ehrenamtlichen Helfern eine Freude machen soll. Als ehemaliger Jugendleiter der Turn- und Sportgemeinde Pfaffenwiesbach kennt er die Bedeutung freiwilliger Helfer und sagt, diese Arbeit könne man gar nicht hoch genug bewerten.

 

Stolz auf viele Helfer

 

Mit seinem Blut möchte Baum anderen helfen und Leben retten. Barbara Voss-Fels ist zweite Vorsitzende des Roten Kreuzes und zuständig für die Blutspendetermine. Sie ist stolz auf ihre Truppe, ohne deren Einsatz am Empfang, bei der Begleitung zur Liege oder in der Küche die Arbeit nicht zu stemmen wäre. In zwei Schichten braucht sie insgesamt 30 Helfer. "Das ist kein Problem, unsere Leute machen das gerne", erläutert Barbara Voss-Fels der königlichen Hoheit Sunny I.. Klar, dass diese Vertrauen hatte und natürlich selbst auf der Spenderliege Platz nahm. Da fand sich mit dem neunjährigen Heiko Görlich auch ein kleiner Kavalier, der ihr die Hand hielt, und die Aufregung war wie verflogen. Aus Sunny I. könnte bestimmt eine Stammspenderin werden, und die sind Barbara Voss-Fels genauso wichtig, wie die Erstspender.

 

184 Spender kamen

 

Wie viele Besucher würde sich die DRK-Frau denn wünschen?, möchte Sunny wissen. "200, das wäre ganz toll, aber das ist eine Vision." Ganz so utopisch scheint sie jedoch nicht zu sein, denn es kamen insgesamt 184 Blutspender – so viele wie noch nie zuvor. Ob das wohl am Besuch der Königin lag?

Jedenfalls freut sich Barbara Voss-Fels, dass sie sogar "blaues Blut" an die Zentrale weiter geben konnte. "Das bleibt wohl dem Adel vorbehalten", schmunzelte Sunny I., die es sich nicht nehmen ließ, Wolfgang Baum für seine 125 Blutspenden persönlich zu ehren.

Daneben erhielten noch andere treue Blutspender ihre Auszeichnungen. Erhard Krug für 75 Blutspenden, Rudolf Fischlein für 50, Albert Henkel, Katharina Stenger, Jutta Heinzel, Moritz Bierbrauer und Barbara Denzler für 25, sowie Frederike Scuhr und Dr. Andreas Kramer für 10 Blutspenden.

Den nächsten Blutspendetermin am 10. Mai hat sich die Apfelblütenkönigin bereits vorgemerkt.

 

 

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März 2013


Besuch des Wehrheimer Ostermarkts am 23. März 2013

Sunny trifft viel Prominenz

 

Im März hatte sie wieder einige spannende Termine auch außerhalb Wehrheims.

 

Wehrheim.

Sunny I. macht mächtig Werbung für das Amt der Apfelblütenkönigin. Kürzlich hatte sie zu der Frühlingsfeier der Senioren gleich vier Prinzessinnen, die in den 2030er Jahren zu Königinnen werden könnten, ins Bürgerhaus mitgenommen. Nele Hild, Zoe Piepenbrink, Johanna Velte und Lena Ziemens waren sehr stolz, in ihren rosafarbenen Prinzessinnen-Kleidern die Hoheit begleiten zu dürfen. Dazu gehörte natürlich auch ein Besuch beim Friseur, und als Mike Hartmann ihnen extra Prinzessinnen-Glitzer aufs Haar sprühte, waren die vier hin und weg. Sunny schminkte sie und lackierte ihre Fingernägel, aber „am tollsten fanden sie das Lipgloss mit Erdbeer-Geschmack“, verrät die Hoheit.

 

Neben dieser Prominenz der Zukunft hat Sunny im März auch politische Persönlichkeiten getroffen. Nicht genug, dass sie vor einiger Zeit mit der früheren Frankfurter OB Petra Roth (CDU) Gedanken austauschte, bei der Eröffnung der Frankfurter Dippemess schenkte sie nun zusammen mit deren Nachfolger Peter Feldmann (SPD) Freibier aus. „Das sind Erinnerungen, die mir niemand mehr nehmen kann“, sagt Sunny I. erfreut. Auch die Erinnerung an die Karussellfahrt mit den anderen Hoheiten wird ihr lange im Gedächtnis bleiben. Es war winterlich kalt und so windig, dass alle ihre Kronen festhalten mussten.

 

Kalt war es zwar auch auf dem Wehrheimer Ostermarkt, aber hier wärmte sie sich bei einem Kaffee, den die externer Hyperlink in neuem Fenster öffnen Landfrauen ausschenkten. Bei der Inthronisation der Oberurseler Brunnenkönigin Annabel I. durfte sie mit anderen Hoheiten in eine weiße Limousine steigen, die sie durch die Stadt fuhr. Bei den externer Hyperlink in neuem Fenster öffnen Wehrheimer Diana-Schützen hat die Apfelblütenkönigin an Ostern die netten Gäste aus Couterne kennengelernt und einen ganzen Abend Französisch parliert. So langsam geht Sunnys Amtszeit zu Ende. Ihre Nachfolgerin wird bekanntlich Sandra Keller, die beim Apfelblütenfest am 5. Mai inthronisiert wird. mai

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April 2013


Sunny vor ihrer Verabschiedung, April 2013

Sie ist begeistert von ihrer Amtszeit

 

Apfelblütenkönigin Sunny I. zieht Bilanz - 110 Auftritte in einem Jahr, 3500 Kilometer gefahren

 

Nur ein paar Tage später als Königin Beatrix der Niederlande gibt auch die Wehrheimer Apfelblütenkönigin Sunny I. ihr Amt auf. Ein Jahr lang war sie Hoheit, beim Apfelblütenfest am Sonntag wird sie verabschiedet und gleichzeitig ihre Nachfolgerin Sandra I. inthronisiert. TZ-Mitarbeiterin Gerrit Mai hat mit Sunny über ihre Amtszeit gesprochen und darüber, was aus diesem Jahr für ihre Zukunft bleibt.

 

Was wird Dir aus Deiner Amtszeit in Erinnerung bleiben?

SUNNY I.: Ich habe am Anfang ein Fotoalbum geschenkt bekommen, in das ich die schönsten Fotos eingeklebt und Begebenheiten aufgeschrieben habe. Darin habe ich auch Autogramme gesammelt, etwa von meiner liebsten Kollegin, der Bienenkönigin Tina I. aus Nastätten. Sie ist auch die Königin mit der weitesten Anfahrt, die am Sonntag zum Fest kommt. Auch von Ministerpräsident Volker Bouffier habe ich eine Unterschrift auf einem gemeinsamen Foto.

 

Apropos Fotos, wie viele hast Du gesammelt, und welches ist das schönste?

SUNNY I.: Das kann ich gar nicht genau sagen, es sind in jedem Fall mehrere tausend - so viele, dass mein Laptop sich langsam über die große Datenmenge beschwert. Das schönste Foto von mir wurde auf der Burgmauer in Königstein mit einer tollen Aussicht als Hintergrund geschossen.

 

Was waren denn Deine schönsten Termine?

SUNNY I.: Ich war gerne in Kindergärten, denn was gibt es Schöneres, als Kindern und Senioren ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Den Limes-Krätschern bin ich sehr dankbar, durch sie habe ich meine erste Faschingszeit erlebt, aber es wird bestimmt nicht die letzte gewesen sein.

Hast Du mal zusammengezählt, wie viele Termine Du hattest, und wie viele Kilometer Du zurückgelegt hast?

SUNNY I. : Ich hatte 110 Auftritte, am Anfang habe ich sie noch sorgfältig in eine Computerliste eingetragen, aber irgendwann habe ich es aufgegeben und handschriftlich weitergemacht. Gefahren bin ich insgesamt mehr als 3500 Kilometer.

 

Und wer hat Dich dabei begleitet?

SUNNY I.: Meine wichtigsten Begleiterinnen waren meine Schwester Buce und meine Freundin Kirsten König. Die hat auch erlebt, als ich an einem Tag mit vier Terminen an meine Grenzen gekommen bin. Wenn ich in Wehrheim unterwegs war, haben mich oft auch meine beiden Brüder unterstützt, überhaupt war meine Familie in diesem Jahr sehr wichtig für mich. Meine Mama und meine Schwester haben oft den Friseur gespielt. Ich möchte allen ganz herzlich danken, die mich ganz konkret, mit lieben Worten oder in Gedanken begleitet haben, vor allem auch den Patienten der Praxis Dr. Tauber, die so rührend Anteil genommen haben an meinem Amt. Was gibt es Schöneres als ein positives Feedback auf das, was man macht? Auch auf Jörg Aigner, Mike Hartmann, Jörg Grün und Kurt Wagner konnte ich mich immer verlassen, wenn ich Äpfel, Blumen, Präsente oder eine Frisur brauchte. Ganz besonders dankbar bin ich Rose Eich, die meine Rettung war, wenn an meinem Kleid nach der Reinigung eine Naht gerissen war. Sie hat auch mein Engelskleid für die Weihnachtszeit genäht.

 

Du hattest zu einer öffentlichen Veranstaltung eine Clowndoktorin eingeladen, um Spendengelder für diese Einrichtung zu sammeln, die schwerkranken Kindern so viel Freude in ihren Klinikaufenthalt bringt . . .

SUNNY I.: Sie wird übrigens auch zum Apfelblütenfest kommen und vielleicht sogar noch einen weiteren Clown mitbringen. Ich dachte, da könnte ein bisschen Geld für den guten Zweck zusammenkommen, und Spaß bringen sie den Besuchern auch jede Menge.

 

Was war Dein Motto in der Zeit als Apfelblütenkönigin?

SUNNY I.: Sich selbst treu bleiben - und das war auch ganz wichtig, um in der Gemeinschaft von so vielen Hoheiten bestehen zu können, ohne als überheblich oder arrogant zu gelten. Ich denke, das ist mir gelungen, immerhin kommen etwa 25 zu meiner Verabschiedung.

 

Hast Du Deine Nachfolgerin schon kennengelernt?

SUNNY I.: Ich bin froh, dass wir Sandra als neue Apfelblütenkönigin gefunden haben, und ich hoffe, dass sie auch so viele schöne Erlebnisse hat und so viele Erfahrungen sammeln kann, wie ich es konnte. Ich habe mich schon mit ihr getroffen, und wir haben Erfahrungen ausgetauscht.

 

Hat Dich die Zeit als Apfelblütenkönigin verändert, oder wird sich in Deinem Leben nach all diesen Erfahrungen etwas ändern?

SUNNY I.: Die Erlebnisse in diesem Jahr lassen mich mit mehr Menschenerfahrung und Offenheit für neue Herausforderungen in die Zukunft blicken. Ich profitiere von der Vielfalt, der Abwechslung und der Fülle an Eindrücken, die ich in dieser Zeit erlebt habe. Ich habe auch gelernt, dass Offenheit und auf andere Menschen zuzugehen positivere Auswirkungen hat als Verschlossenheit. Eines ist mir noch wichtig: Ich finde es toll, dass die Taunus Zeitung und die Gemeinde solch ein Amt unterstützen und etwas Besonderes aufrechterhalten. Deshalb werde ich mich in Zukunft jederzeit für das Apfelblütenfest einsetzen. Ich bin auch gerne bereit, Neues und Ausgefallenes mitzuplanen und bei der Organisation oder der Moderation mitzuhelfen.

 

 

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