![]() Vanessa I. und Katharina I. bei der Übergabe der Krone am Wehrheimer Apfelblütenfest 2009 | |
![]() Katharina I. mit Wehrheimer Panoramansicht |
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Am Wehrheimer Apfelblütenfest, das am Sonntag, den 03. Mai 2009 im "Ludwig-Bender-Bad" mit zahlreichen Gästen gefeiert wurde, hat unsere Apfelblütenkönigin "Katharina I." ihre Regentschaft übernommen.
Verfolgen Sie ihren Weg mit nachstehenden Berichten und Bildern.
Weitere Bilder vom "6. Wehrheimer Apfelblütenfest" finden Sie >>> hier
Zeitungsbericht vom Apfelblütenfest >>> hier
Zeitungsbericht von der Inthronisation >>> hier
Veranstaltungskalender (Tagebuch):
März 2010(demnächst)
Kontaktaufnahmen mit unserer Apfelblütenkönigin sind über die Gemeindeverwaltung Wehrheim möglich
April 2009
Auswahl des Königinnenkleides | |
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Auch die hoheitliche Frisur muß stimmen | |
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Sie regiert bald das Apfeldorf
Wehrheimerin aus Überzeugung
Von Stefanie Heil
Wehrheim. Wenn sie kein Aushängeschild fürs Apfeldorf ist, wer dann? Denn Katharina Reichelt ist zwar keine eingesessene Wehrheimerin, dafür aber eine aus Überzeugung. Und sie ist auch die neue Apfelblütenkönigin! Als "Katharina I." tritt sie beim Apfelblütenfest am Sonntag, 3. Mai 2009, im "Ludwig-Bender-Bad" die Nachfolge von "Vanessa I." an.
Dabei hat sich die 23-Jährige erst gar nicht getraut, sich für das Amt der Regentin zu bewerben. Ihre Freundin Patricia Harff, Apfelblütenkönigin 2005/2006, motivierte Katharina, eine Bewerbung zu verfassen, denn die ehemalige Regentin ist überzeugt: «Katharina ist die Richtige für den Job!" Gut für Wehrheim also, dass diese sich beworben hat, denn wer Katharina Reichelt gegenübersteht, der merkt gleich: Sie ist fröhlich und aufgeschlossen.
Ein Kompliment, das die gebürtige Usingerin an die Wehrheimer zurückgeben würde. «Die Leute sind so freundlich, und der Zusammenhalt ist gut." Sie lebe gerne im Dorf, meint Katharina Reichelt. Die Stadt? Nein, die wäre nichts für sie. Dabei ist die junge Frau durchaus schon aus dem Taunus rausgekommen: Sie ist in der Nähe von Wetzlar aufgewachsen, bevor die Familie vor fünf Jahren nach Neu-Anspach gezogen ist.
Doch schon vor viereinhalb Jahren hat sich die junge Frau für Wehrheim entschieden und das Apfeldorf zu ihrem Lebensmittelpunkt gemacht. Hier lebt sie mit ihrem Ehemann Sören Reichelt (24), hier arbeitet sie als zahnmedizinische Fachangestellte. In der Praxis von Dr. Matthias Roth ist sie meist das erste Gesicht, das die Patienten am Empfang zu sehen bekommen.
Wer so einen Job hat, der kann auf Menschen zugehen. Und dazu wird die neue Königin von Mai an reichlich Gelegenheit haben. Klar, dass sie sich darauf freut, neue Menschen kennenzulernen, ein schönes Kleid zu tragen und viele Veranstaltungen zu besuchen. Und was hat sie sich für ihre Amtszeit vorgenommen? «Ich möchte natürlich Wehrheim repräsentieren, die Jugend hervorheben und die Vereine fördern", sagt die Thronfolgerin.
Sie ist selbst in einem Verein engagiert. Seit vergangenem Jahr tanzt sie in der Maxi-Garde der Limes-Krätscher - und das leidenschaftlich gerne. «Ich habe die Mädels mal auf der Bühne gesehen und gedacht, da muss ich auch mitmachen."
Die künftige Königin ist sportlich: In ihrem Wohnzimmer zeugen zahlreiche Pokale von ihren Erfolgen als jugendliche Reiterin. Geritten ist sie auf dem "Heisterbacher Hof" in Neu-Anspach, hat unter anderem das kleine und das große Reitabzeichen gemacht.
Auch heute gibt es noch ein Tier in ihrem Leben: einen Jack-Russel-Terrier namens Arielle. Mit dem Tier und Ehemann Sören, einem gelernten Kaufmann, geht Katharina Reichelt gerne durch die Wehrheimer Natur spazieren. Ein weiteres Hobby der beiden: Filme angucken. Die junge Frau mag Komödien und Action gleichermaßen, und auch Lieblingsschauspieler hat sie gleich mehrere. Brad Pitt und Bruce Willis zählen dazu, aber auch Meryl Streep.
Wehrheim, im März 2009
Die neue Apfelblütenkönigin Katharina I. hat sich ihr Kleid ausgesucht. Jetzt kann das Apfelblütenfest kommen.
Von Gerrit Mai
Wehrheim. Das Apfelblütenfest rückt näher und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Jetzt hat sich Katharina Reichelt, die als "Katharina I." das Zepter übernehmen wird, bei Uschis Brautmoden in Waldems-Bermbach ihr Kleid ausgesucht.
Als Katharina Reichelt betrat die Apfelblütenkönigin in spe das Brautmoden-Studio. Die Umwandlung zur Königin erfolgte in rasantem Tempo. Zur Begrüßung luden fantasievoll dekorierte Schaufensterpuppen mit eleganten, schlichten oder aufwändig gearbeiteten Brautkleidern zum Eintreten ein. Die dazugehörigen Accessoires sorgten für das richtige Flair. Ursula Scholl trat aus dem Nebenraum, begrüßte Katharina und schätzte mit dem Blick einer Fachfrau ihre Kleidergröße mit 38 richtig ein. Dann ging alles ganz schnell: Die Expertin in Sachen Braut- und Abendmode holte eine im Oberteil mit Pailletten in Blütenform besetzte grün-glänzende Robe aus dem Meer der Kleider. "Das Grün passt gut zu blonden Frauen." Da war Katharina ja der richtige Typ. Das erkannte Ursula Scholl mit geübtem Blick. Die zukünftige Hoheit begutachtete das Kleid zunächst mit eher kritischem Blick. Also, schnell reingeschlüpft, denn angezogen sieht man erst, ob Farbe, Stil und Schnitt zur Trägerin passen. Katharina hatte ihre Korsage schon angezogen. Sie ist eben ein geübtes Gardemädel und weiß, was gebraucht wird. Sie schlüpfte in den eng anliegenden glänzenden Satin und die Verwandlung geschah auf der Stelle: "Ich fühle mich jetzt schon richtig wie eine Königin." Da bewahrheite sich mal wieder, was der Schweizer Dichter Gottfried Keller schon 1866 in seiner Novelle "Kleider machen Leute" beschrieb. Abgesehen von ihrem Brautkleid und dem Standesamtkleid habe sie noch kein langes Abendkleid getragen. "Ich bin eher ein Hosenanzugtyp." Katharina fand ihr Königinnenkleid vom Moment des Reinschlüpfens an toll. Das Grün und die Paillettenblüten passen zur Apfelblütenkönigin. Ursula Scholl war ebenfalls zufrieden. "Im Rücken müssen wir noch etwas herauslassen, damit Sie mehr Bewegungsfreiheit haben", stand für die Fachfrau schnell fest. Etwas zu lang sei es auch. Sie steckte den Saum ab und überprüfte die Länge, die Änderungen erledigte ihre Schneiderin. Ursula Scholl hat den Grundstein für "Uschis Brautmoden" vor 20 Jahren gelegt - zunächst mit einem Brautmodenverleih, denn der Bedarf war da. "Wir waren hier weit von den großen Städten weg und es gab kaum eine Möglichkeit Brautmoden zu kaufen." Da sie in der Modebranche gearbeitet hatte, war der Weg zum eigenen Geschäft nicht schwer. Es kamen neue Modelle und Abendmode dazu und mit ihrer Tochter Claudia Schubert bildet Ursula Scholl ein verlässliches Team in Sachen Braut- und Abendmode. Heute ist sie ein wichtiger Anlaufpunkt für Bräute aus der Region. Es sei schon das zweite Kleid, das sich eine Apfelblütenkönigin bei ihr aussucht. "Uns macht es Spaß, nicht nur Bräute zu bedienen und für jeden das passende Outfit zu finden", versicherte Ursula Scholl. "Schön, dass Katharina I. bei uns etwas Passendes gefunden hat."
Zum hoheitlichen Auftreten einer Königin gehört auch eine gute Frisur. Katharina Reichelt hatte ihren ersten Termin bei Friseurin Remigija Uka, die sie während ihrer Amtszeit betreut.
Was wäre eine Königin ohne ein perfektes äußeres Erscheinungsbild? Beim Amtsantritt von Katharina I. muss alles stimmen. Wenn es am Sonntag 12 Uhr mittags ist, wird die neue Apfelblütenkönigin wohl mit gehörigem Lampenfieber auf ihren großen Auftritt und die Inthronisation um 12.30 Uhr warten. Damit nichts schief geht, muss alles gut vorbereitet sein. Die königliche Robe hängt schon im Schrank, die Schärpe hat Olaf Schwiete von der Firma Elohopea gedruckt und wurde von Rose Luise Eich genäht. Jetzt hatte Katharina Reichelt den ersten Termin bei Friseurin Remigija Uka. Neben ihr auf dem Frisierstuhl saß Hildegard Hoflender und sie erkannte die designierte Hoheit gleich. "Sie wird sicher eine hübsche und nette Königin." Es tat der Hoheit in spe gut, so freundlich begrüßt zu werden. Katharina freut sich auf ihr Amt und jede neue Erfahrung. Diese Freude strahlt sie auch aus. Friseurin Estera Kimantas ist für die Haare der Hoheit zuständig. Sie hatte bereits bei Patricia I. - damals noch als Mitarbeiterin von Friseur Volker Frey - und Vanessa I. für eine gute Frisur gesorgt. "Ich habe manchmal sogar schon morgens um sechs Uhr bei ihr auf dem Friseurstuhl gesessen", lobt Patricia I. Eine gut sitzende Frisur sei für einen hoheitlichen Auftritt enorm wichtig. "Schließlich repräsentiert die Apfelblütenkönigin ihre Gemeinde." Patricia Harff, die gemeinsam mit der Apfelblütenkönigin in spe bei den Limes-Krätschern tanzt, wird Katharina begleiten und ihr mit guten Tipps zur Seite stehen. Zum Beispiel ihr die Autogrammkarten halten, wenn die Hoheit alle Hände voll zu tun hat. Doch zurück zum Friseur: Zuerst noch die Haarspitzen gerade geschnitten, dann ging's los. Katharinas halblange blonde Haare eignen sich hervorragend zum Hochstecken, findet die Friseurin. Das Krönchen, das sie zur Probe von Vanessa ausgeliehen hat, passt bestens. Estera sorgt mit Haarspray und Gel für den richtigen Halt und Chefin Remigija Uka fürs dezente Make-up. Nach einer Stunde ist es geschafft, jede Strähne sitzt richtig und das Krönchen auch. So muss es am Sonntag aussehen und immer dann, wenn ein offizieller Termin ansteht. "Ich finde es eine tolle Sache, eine Königin zu frisieren", freut sich die Chefin und Mitarbeiterin Estera strahlt. Also, tschüs bis zum Sonntag. Da dürfen die beiden Coiffeusen gleich zwei Hoheiten an die Haare gehen: Vanessa I. und Katharina I. müssen beide pünktlich zum Apfelblütenfest perfekt gestylt sein. (mai)
Mai 2009
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Hoheiten beim Apfelblütenfest in Höchst/Odenwald | |
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Katharina I. hat gestern Zepter und Krönchen von Vanessa I. übernommen. Rund 2000 Besucher kamen zum großen Apfelblütenfest in das Wehrheimer "Ludwig-Bender-Bad"
Von Gerrit Mai
Das Wetter hielt auch in diesem Jahr dem "6. Wehrheimer Apfelblütenfest" die Treue. Zumindest bis zum Regenschauer. Aber da waren die Höhepunkte schon gelaufen. Zum sechsten Mal in Folge strahlte bei der Inthronisation der neuen Regentin des Apfeldorfs die Sonne mit dem Glanz der Hoheiten um die Wette. Darin wiederum sonnte sich Politprominenz aller Couleur. Das Apfelblütenfest im "Ludwig-Bender-Bad" ist in den sechs Jahren seines Bestehens zum Besuchermagneten geworden. Rund 2000 Gäste waren es, schätzte Bürgermeister Gregor Sommer (CDU).
Vanessa I. gab Krönchen und Zepter an Katharina I. weiter. Beim Abschiednehmen kam bei Vanessa viel Freude, aber auch Rührung auf. Die "Alte" zu sein empfindet sie als Auszeichnung, und sie wünschte der "Neuen" viel Glück. "Es war schön zu sehen, wie die Leute mich ins Herz geschlossen haben", sagte Vanessa gerührt und mit leicht zitternder Stimme. "Ich bin mit meiner Familie in Wehrheim heimischer geworden."
Viele hatten Anteil genommen. An ihren königlichen Verpflichtungen ebenso wie an ihrer Schwangerschaft und der Geburt von Livia Eva. Dem königlichen Nachwuchs schien der Trubel nicht viel auszumachen: Mit wachen Augen verfolgte Livia aus ihrem Kinderwagen die Zeremonie, während Papa Jenö Kovac filmte. Töchterchen Lea war zum letzten Mal ins Hofdamen-Kleid geschlüpft. Auch sie hatte ihre Aufgabe prima gemeistert.
Dann kam der große Moment: Mit den Worten "Jetzt hat mein letztes Stündlein geschlagen" übergab Vanessa die königlichen Würdezeichen an ihre Nachfolgerin, die sechste Wehrheimer Apfelblütenkönigin Katharina I. - Katharina Reichelt. Sie werde, wie alle Hoheiten vorher, das Amt auf ihre Weise ausfüllen, erklärte der Bürgermeister. Dass sie im Apfeldorf herzlich aufgenommen wird, das habe sie schon jetzt gespürt, freute sich Katharina. Klar möchte auch sie das Apfeldorf repräsentieren und - ebenso wie Vanessa erst seit vier Jahren hier zu Hause - zeigen, dass auch "Zugezogene" echte Wehrheimer Mädels sein können. Katharina wird dabei sicherlich auch unterstützt von Ehemann Sören, einem Wehrheimer Bub, und den Limes-Krätschern, in deren Garde sie tanzt. In der Königinnenfamilie wurde Katharina von den Hoheiten aus der Region herzlich begrüßt: Burgfräulein Bianca I. (Königstein), Blütenkönigin Jessica (Rosbach), Brunnenkönigin Isabell I. mit Brunnenmeister Uwe (Oberursel), Quellenkönigin Verena I. (Bad Vilbel), Laternenkönigin Denise I. (Büdesheim), die Hessische Rapsblütenkönigin Kathrin I. und die Milchkönigin Melanie I.
Die Königinnen haben beim Apfelblütenfest gestern Krone und Zepter getauscht. Katharina I. folgt Vanessa I. Rund 2000 Besucher aus der Region haben das gemeinsam mit den Wehrheimern gefeiert.
Von Gerrit Mai
Wehrheim. Apfelblüten gab’s nur auf den Streuobstwiesen vor dem Tor des Ludwig-Bender-Bades zu sehen, denn im Freibad stehen nur Birken, Tannen und eine große Eiche. Doch hier gab es für die rund 2000 Besucher außer dem Amtswechsel von Vanessa I. zu Katharina I. jede Menge Spiel, Spaß und Unterhaltung.
Zum sechsten Mal hatten Gemeinde und Taunus Zeitung das Apfelblütenfest gemeinsam veranstaltet. Wer wollte, konnte sich am Stand der TZ zugunsten der Leberecht-Stiftung der Frankfurter Neuen Presse einen Button pressen lassen. Außerdem gab es Luftballons und kleine Spiele für Kinder, und am Sektstand traf sich die Prominenz aus dem Hochtaunuskreis.
Fast hätte man denken können, das Apfelblütenfest ist ein Musikwettbewerb. Das Blasorchester der TSG Wehrheim unter der Leitung von Stefan Hensel und dessen Nachwuchs, die Juniorband unter Leitung von Melanie Weber, spielten zur Begrüßung "Rock Around The Clock" sowie den fetzigen "Tiger Rag". Am Kinderbecken hatte die Blechbläsergruppe der Christian-Wirth-Schule Platz genommen und präsentierte Songs der Blues Brothers und die James-Bond-Melodie. Sie sind von Anfang an dabei und damit eine der Konstanten des Festes. Ferdinand Steinsberger (17) an der Tuba und Christian Bolz (18) am Horn sind wohl die ältesten der 22 Musiker und konnten sich auch gestern noch an ihren ersten Auftritt im Freibad erinnern.
Im Zelt unterhielt der Chor Cantus Wirena mit seinem Dirigenten Mark Opeskin die Gäste unter anderem mit einem passenden "Winter Ade". Richtige Feststimmung kam auf, als die Musikanten aus Bad Kissingen auf den Stühlen der Krönungsbühne Platz nahmen. "Wir sind die Feuerbacher", stellten sie sich nach Egerländer Ernst-Mosch-Manier vor. Sie hatten noch mehr böhmische Blasmusik und Stimmungslieder im Repertoire und stimmten immer wieder "Ein Prosit der Gemütlichkeit" an. Die wurde zwar später jäh von einem kleinen Regenintermezzo unterbrochen. Doch davon ließen sich weder Musiker noch Zuschauer beeindrucken. Sie zogen sich ins Zelt zurück und feierten weiter.
Die 65 Kuchen der Landfrauen waren bis dahin auch schon zu einem guten Teil aufgegessen, und auch die Apfel- und Milchstuten von Bäcker und Apfelweinfreund Markus Etzel hatten sichtlich abgenommen. Es gab Waffeln für Süßmäuler und Würstchen für die, die es eher herzhaft mögen. Wer das Schwimmbad aus der Vogelperspektive betrachten wollte, den nahm Achim Jung von der Freiwilligen Feuerwehr Wehrheim im Rettungskorb des neuen Hubrettungsfahrzeugs mit in luftige Höhen. Von dort aus hatte man dann auch die Bereitschaftsgruppe des Roten Kreuzes gut im Blick, die unter Leitung von Matthias Bansa ihre Arbeit vorstellte. Und auch die Tauchschule Aqua-Live aus Usingen, die sich am Beckenrand und im Wasser präsentierte.
Modellschiffe statt Schwimmer
Wehrheim. Eine besondere Attraktion des Apfelblütenfestes waren die Schiffsmodelle, die durchs Becken rasten. Als der grüne und der rote Modellflitzer pfeilschnell durch die Wellen stoben, mussten auch die letzten Badegäste raus aus dem 15 Grad kalten Wasser, und die vielen Schaulustigen mussten sich vom Beckenrand entfernen. Das Becken war für die Modellschiffe, vor allem die ganz schnellen, zu klein. Wären die Rennboote übers Ziel, sprich den Beckenrand, hinausgeschossen, hätte das für die Zuschauer gefährlich werden können.
In großen Gewässern oder Flüssen können sie sogar bis zu 35 Kilometer pro Stunde erreichen, erklärte Dirk Müller von der Schiffs-Modell-Gemeinschaft Oberursel, kurz SMGO. 35 Modelle hatten die Mitglieder mitgebracht, einige zogen den ganzen Nachmittag durchs Wasser und sorgten für ordentliche Wellen, andere präsentierten die Vereinsmitglieder auf dem Trockenen. Die Besucher des Apfelblütenfestes drängten sich am Beckenrand, denn so viele unterschiedliche Miniatur-Schiffe sieht man selten auf einem Platz, besser gesagt im Wasser. Etwa die legendäre Nautilus, allerdings in etwa 50-facher Verkleinerung. Es gab Arbeitsschiffe wie den Krabbenkutter "Sirius" oder die "Adolf-Bernpohl", das Rettungsschiff des Seenotrettungsdienstes.
Vereinsmitglieder brachten ihre Polizei- und Feuerwehrschiffe selbst aufs Wasser, und die Zuschauer durften ebenfalls ans Steuerpult. Auch Thilo Uhlig aus Friedrichsdorf schaute zu und überlegte, selbst mal das Steuerpult in die Hand zu nehmen. "Die Gelegenheit hat man sonst nur selten." mai
Beim Spielen . . .
. . . stört auch ein kleiner Regenschauer nicht
Wehrheim. Fürs Schwimmen und Plantschen war es beim Apfelblütenfest für die Kleinen noch ein bisschen zu kalt. Sie gingen stattdessen lieber auf Schatzsuche, bewiesen ihre Zielgenauigkeit beim Dosenwerfen oder malten das Wehrheimer Kind, den "Weki", in Farbe aus. Der prangte auf einem Bierdeckel, und auf der Vorderseite war das Konterfei der neuen Königin Katharina I. zu sehen. Klar, dass die dann gleich ein Autogramm geben musste.
Für die Kleinen hatten Simone Stiefel, Friederike Freitag und Christa Schmitz wieder Spiele vorbereitet. Und was würde zur Inthronisationsfeier der neuen Hoheit besser passen als auf Schatzsuche zu gehen und dabei steinreich zu werden? Na ja, so ganz stimmte das nicht. Nur einen der Steine durften die Schatzsucher behalten, die anderen wanderten wieder zurück in den Sand.
Auch beim Spielen gab es durch den Regen eine kurze Unterbrechung. Aber wer lässt sich im Freibad schon von ein bisschen Wasser, das vom Himmel kommt, dabei unterbrechen? Die siebenjährige Seline und die sechsjährige Carolin hatten die Wekis schon bunt angemalt und wollten gleich zum Dosenwerfen weitergehen. Sie zeigten stolz das Königinnenbild, das sie sich am gelben Band um den Hals gehängt hatten. Für die Treffer beim Dosenwerfen gab’s gelbe Quietsche-Entchen oder rotbackige Äpfel, je nach Wunsch. mai
Von Gerrit Mai
Der erste Monat der Amtszeit der neuen Apfelblütenkönigin ist vergangen. Wir berichten auch bei Katharina I. monatlich davon, was sie erlebt hat.
Katharina Reichelt strahlt. "Ich kann das Amt nur jedem Mädchen oder jeder jungen Frau empfehlen." Sie hat zwar erst einen Monat ihrer Amtszeit hinter sich gebracht, aber sie ist rundum begeistert. Keine negativen Erfahrungen, nur nette Menschen und tolle Veranstaltungen. Aber sie tut auch etwas dafür. Sie zeigt ihre Begeisterung, lächelt, lacht herzlich und zwinkert freundlich mit den Augen. Eine solche Königin muss man doch gern haben. Und das zeigen die Menschen, die Katharina I. trifft, auch. Ob an ihrem Arbeitsplatz bei Zahnarzt Matthias Roth oder beim CDU-Europatag in Oberursel, ihrem ersten offiziellen Auftritt. "Da kam ein etwa zehnjähriges Mädchen und sagte: Ich bin dein größter Fan.'" Die Wehrheimer Hoheit, die das Apfeldorf an einem Stand vertrat, war einfach nur noch Hin und Weg. Die Kleine habe zwar zugegeben, sich von der Oberurseler Brunnenkönigin Isabelle I und ihrem Brunnenmeister Uwe auch noch eine Autogrammkarte zu holen. "Aber dich mag ich doch am liebsten." Wie gern sie ihr Amt ausübt und Informationen über ihre Heimatgemeinde weitergibt durfte sie beim Interview in Oberursel gleich ins Mikrofon sprechen. Sie sei überrascht gewesen, aber die Worte fehlen ihr eigentlich selten, lacht sie verschmitzt. Aufgeregt ist sie allerdings jedes Mal, wenn ein neuer Termin ansteht. Auch gleich am Tag nach dem Europatag. Da traf sie in Höchst im Odenwald gleich auf 42 Hoheiten. Und noch eine Überraschung: Die Gemeinde Höchst feierte ihr Apfelblütenfest und zwar schon zum 58 mal. Die sechste Königin des Apfeldorfs konnte es kaum glauben. "Da haben wir in Wehrheim aber noch einiges vor uns." Jedenfalls war es ein tolles Fest, mit einem großem Umzug und den Hoheiten in Cabrios, einem großen Vergnügungspark und einem riesigen Festzelt. Katharina I. fand ihre Kollegin, die Höchster Apfelblütenkönigin Nicole II., auf Anhieb sympathisch. "Wir werden in jedem Fall in Kontakt bleiben." Vielleicht könne sich ja eine Freundschaft auch zwischen den Kommunen entwickeln, so von Apfeldorf zu Apfeldorf. Dass sie bei den Veranstaltungen von Patricia Harff begeleitet wird, sei klasse. Wer soll denn sonst bei der Parkplatzsuche helfen oder die Autogrammkarten halten? Einige der Kolleginnen haben sogar eine feste Betreuerin. "Das fände ich auch für Wehrheim gut." Und noch etwas fehlt ihr: "Ein Buch, in das sich alle Königinnen eintragen können." Das wird sie beim nächsten Mal mit Sicherheit dabei haben. Bei der Traktorfahrt des
Geschichts- und Heimatvereins auf die
Kapersburg brauchte sie es nicht. Aber bei diesem Termin hat Katharina viel Neues gehört. Über den Limes, die Grenzsteine und die Gemarkungsnamen. "Ich würde den Leuten in meinem Alter empfehlen, an solchen Veranstaltungen teilzunehmen." Ihr hat's jedenfalls Spaß gemacht. Auch die vielen Menschen, die sie bei der Arbeit, an der Supermarkt-Kasse oder in der Disco ansprechen, begeistern sie immer wieder. In der Disco waren drei Besucher vor ihr sogar in die Knie gegangen und hatten die Hoheit angehimmelt. "Ich wusste zuerst gar nicht warum." Dann war ihr wieder eingefallen, dass sie eine Königin ist.
Juni 2009
Hessentagsumzug in Langenselbold | |
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Von Gerrit Mai
Jetzt ist Katharina Reichelt seit zwei Monaten im Amt und hat viel erlebt. Die Teilnahme am Hessentagsumzug in Langenselbold war der bisherige Höhepunkt ihrer Amtszeit.
Bei der ADAC-Seniorenfahrt war sie in Bad Nauheim für Miss Germany gehalten worden. Und das Foto, das sie nicht nur auf der Titelseite der Frankfurter Neuen Presse in eindeutig küssender Pose mit Landesvater Roland Koch (CDU) zeigte, hatte für großen Wirbel gesorgt. "Bürgermeister Gregor Sommer hat mir gesagt, dass er deswegen sogar von Frankfurter Kollegen angerufen worden sei", berichtet Katharina. Um allen Gerüchten den Wind aus den Segeln zu nehmen verrät sie, dass es sich lediglich um die üblichen Begrüßungsküsschen links und rechts auf die Wangen gehandelt habe. "Der Fotograf muss sein Bild genau zwischen den beiden Begrüßungsküssen geschossen haben." Die Hoheit nimmt es mit Humor - hoffentlich auch der Ministerpräsident. Mit viel Humor, Spaß und Gaudi, wie es sich für einen Carnevalverein gehört, hatten die
Limes-Krätscher Katharina I. in dem von Männer-Ballett, Elferrat und Maxi-Garde umgebauten und dekorierten Wagen mit der Nummer 42 zum Hessentagsumzug gebracht. Ihre Begleiter verteilten während des zweieinhalb-stündigen Umzugs jede Menge Äpfel und es wurde viel getanzt, gelacht und gesungen. "Einige Zuschauer haben uns für einen Gesangverein gehalten." Klar, wenn der Rathauschef auch vom "Stern, der deinen Namen trägt", singt. Auf dem Hessentag hat sie auch Brunnenkönigin Isabelle I. und Brunnenmeister Uwe getroffen. Mit ihnen und anderen Hoheiten hatte sie bereits am Wochenende zuvor in Oberursel das Brunnenfest gefeiert. Mit Königinnen-Kleid und Krönchen Riesenrad fahren und sich in die große Schaukel setzen das sei ein besonderes Gefühl gewesen. Bei Festen treffe sie meist den "alten Clan" - Hoheiten aus der Region, mit denen sie sich gut verstehe. Zum Beispiel beim Quellenfest in Bad Vilbel und der Inthronisation von Quellenkönigin Simone I. Und wo trifft man die Apfelblütenkönigin sonntags morgens um halb acht? Beim Friseur, denn fast an jedem Sonntag gibt es Repräsentationstermine. Sich sonntags von der Friseurin verwöhnen zu lassen, das erlebt auch nicht jede Frau, Katharina genießt es. Das Aufstehen falle schon schwer, schließlich ist sie im Alltag nach wie vor Katharina Reichelt und hat am Wochenende eine lange Arbeitswoche hinter sich. Aber zu Veranstaltungen wie dem Hausen-Arnsbacher Apfelweinwettbewerb muss sie sich eben herausputzen. Denn hier hatte sie es mit einem König zu tun, Apfelweinkönig Stefan Velte. Der noch amtierende Wehrheimer König hat diesen Titel auch in Hausen-Arnsbach errungen. Es bleibt also in Sachen Apfelwein alles fest in den Händen des Apfeldorfs. Denn sowohl der König als auch die Gewinner des zweiten und dritten Platzes, das "
Café Bohris", sind Wehrheimer. Bei der Obstbaumbegehung der Apfelweinfreunde hat die Königin einiges über die gesunde Frucht gelernt und beim
BUND-Jubiläum war Katharina ebenfalls die "Krönung". Die Ortsgruppe ist genauso alt, wie ihre bessere Hälfte, der in diesem Monat ebenfalls 25 Jahre alt wurde. Katharina und Ehemann Sören hatten sich im Juni zudem eine kurze Auszeit am Bodensee gegönnt. Äußerst passend ausgesucht, denn diese Region ist schließlich für ihre Äpfel bekannt.
Juli 2009
Katharina mit Lothar Brötz, dem Vorsitzenden der Wanderfreunde Wehrheim | |
Apfelweinwettbewerb im Wehrheimer Schwimmbad | |
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Von Gerrit Mai
Wieder ist ein Monat vergangen und wieder hat Apfelblütenkönigin Katharina I. viel gesehen und erlebt. Sie ist gerne Apfelblütenkönigin und hat von Monat zu Monat mehr Freude an ihrem Amt.
Sören Reichelt ist stolz wie Oskar auf seine Frau. Sie ist seit drei Monaten eine der bekanntesten weiblichen Wesen im Apfeldorf. Und eine der nettesten außerdem. Katharina I. nimmt ihre Aufgabe ernst und hat auch im Juli unzählige Veranstaltungen mit ihrer Anwesenheit gekrönt. Zum Beispiel die Jubiläumsfeier der Wanderfreunde. Ganze vier Stunden hat sie den Wanderern die Ehre ihres Besuchs erwiesen. Hier ein Küsschen, dort ein Küsschen und immer nur lächeln, lächeln, lächeln. "Mir macht das sehr viel Freude." Und das merkt man ihr an. Bei den Wanderfreunden hat sie die langjährigen Mitglieder geehrt und sich gegenüber dem Vorsitzenden Lothar Brötz verpflichtet, selbst mal die Wanderschuhe anzuziehen. Mit einer Einschränkung: "Nicht länger als eine Stunde."
Die tollste Veranstaltung in diesem Monat war ganz eindeutig der
Apfelweinwettbewerb im Freibad. Zwar hat ihr Favorit nicht gewonnen, aber Ehemann Sören lag mit dem Äppler von Mark Opeskin genau richtig. Die Königin hatte auf den Bembel mit der Nummer 14 gesetzt. Der Inhalt kam aus dem Keller der Vogel- Und Naturschutzgruppe Neu-Anspach und erreichte den achten Platz.
Im Juli hat der Hoheit das Wetter schwer zu schaffen gemacht. Bei der Grundsteinlegung für die neue "Wehrheimer Mitte" war es so heiß, dass sie sich ein dünnes Sommerkleidchen wünschte und bei der Amtseinführung von Burgfräulein Verena I. in Königstein war es bitter kalt - ein Pelzjäckchen oder ein Wintermantel wären nicht schlecht gewesen.
Apfelblütenkönigin in Höchst im Odenwald müsste man sein. "Nicole II. hat gleich zwei Kleider." Das klingt schon etwas neidisch. Ansonsten habe die Odenwälder Hoheit eher Ideen von Wehrheim mit nach Hause genommen. Ein Apfelzepter aus Holz hätte sie gerne und einen Apfelweinwettbewerb gibt es im Odenwald auch nicht. Die Inthronisation von Nicole II. war das größte Fest, zu dem Katharina I. bisher eingeladen war. 42 Hoheiten hatten der 58. Höchster Königin die Ehre erwiesen und einen großen Umzug hatte es auch gegeben.
Auch wenn für Katharina I. einige private Feiern, wie Hochzeiten und Geburtstage auf dem Plan standen, ihre Pflichten hat sie nicht vernachlässig. Sie kam direkt von der Hochzeit ihrer Cousine zum Rathausfest und gratulierte Rolf Reichelt von der Bühne herunter zum Geburtstag. Das freute den Schwiegervater gewaltig. Überhaupt sei die ganze Familie riesig stolz auf die Hoheit in ihren Reihen. Sie aber auch auf ihre Familie. Katharina Reichelt ist im Juli zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit Tante geworden und möchte daher demnächst mit ihrem Ehemann für eine Woche Nach München fahren, um die kleine Emma-Marie zu begrüßen.
Katharina kommt in ihrem Amt weit rum und lernt Orte kennen, deren Bezeichnung sie vorher nicht einmal dem Namen nach kannte. Kürzlich war sie zur Inthronisationsfeier der Weinprinzessin Lisa I. nach Einselthum im Zellertal in Rheinland-Pfalz eingeladen und jetzt weiß sie auch, wo es liegt. Die Feier sei ergreifend und herzlich gewesen, erinnert sich die Königin. Es gäbe noch viel zu berichten von den tollen Veranstaltungen, deren Gast die Wehrheimer Hoheit war, aber eines hat sie dann doch geärgert: "In der Zeitkapsel des Grundsteins der Wehrheimer Mitte hat meine Autogrammkarte gefehlt."
August 2009
Katharina bei der Inthronisation der Büdinger Hoheit | |
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Besuch des Flugfestes auf dem Flugplatz Wehrheim/Anspach | |
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Der Monat August war für Apfelblütenkönigin Katharina I. ein ereignisreicher. Im September möchte sie ihr Amt nutzen, um Flohmarktartikel für einen guten Zweck zu verkaufen.
Von Gerrit Mai
Wehrheim. Kinder, wie die Zeit vergeht. Schon wieder ist ein Monat zu Ende gegangen. Der vierte in der Regentschaft von Katharina I. "Ich bekomme schon langsam Angst, dass meine Amtszeit viel zu schnell vorüber ist." Dabei hat sie noch so viel vor, möchte nicht nur zu Veranstaltungen gehen, zu denen sie eingeladen ist. "Ich möchte auch selbst etwas initiieren." Katharina Reichelt sieht ihr Amt als gute Möglichkeit sich für andere einzusetzen. Zum Beispiel für Kinder. Für die Kita Kleine Strolche hat sie schon bei ihrer Amtseinführung Spenden gesammelt. Als nächstes möchte sie einen Flohmarktstand aufbauen und gut erhaltene Kleidung, Spielsachen oder Dekorationsartikel für eine gemeinnützige Einrichtung in Wehrheim verkaufen. "Wer geeignete, gut erhaltene Stücke zu Hause hat, kann sie mir bringen." Auch selbst gebackene Kuchen können bis Freitag, 2. Oktober, in der Zahnarztpraxis Dr. Matthias Roth, Bahnhofstraße 15, oder bei ihr zu Hause in der Feldstraße 16, abgegeben werden. Für den Weihnachtsmarkt plant Katharina I. einen Stand, an dem sie Apfelwein und Apfelsaft verkaufen möchte. Für einen Pokerabend im nächsten Jahr sucht die Hoheit noch Mitstreiter. So viel zur Zukunft, denn auch die Vergangenheit, speziell der Monat August, hat der Königin viele schöne Erlebnisse beschwert.
Da waren die Verabschiedung der Büdesheimer Laternenkönigin und die Inthronisation ihrer Nachfolgerin. Mit einem Umzug, der um 22 Uhr begann und um Mitternacht endete. Straßen und Rathaus seien toll geschmückt gewesen und jede Gast-Königin fuhr in einem Oldtimer-Cabrio. "Die ganze Stadt hat gefeiert."
Zu den Ferienspielen kam die Hoheit natürlich nicht mit leeren Händen. Hundert Eis am Stil waren schnell verteilt, aber die Mädchen hatten auch jede Menge Fragen: "Darfst du das Kleid behalten?", "Klar, das hänge ich als Erinnerung in meinen Schrank." "Kriegst du auch Geld für deine Arbeit?" "Keine schlechte Idee."
Katharina erlebt vieles, das sie sonst nicht sehen würde. Allein die vielen Inthronisationen oder das Dorffest in Seulberg. "Das sind alles Veranstaltungen, da kann ich jedem nur empfehlen mal hinzugehen." Sie selbst habe gar nicht gewusst, was es in der Region so alles gibt. Ein Geheimtipp von der Hoheit: "In Seulberg gibt es die leckersten Würstchen." Sie muss es wissen, hat sie doch während ihrer Amtszeit gemeinsam mit Ehemann Sören schon viele gegessen. Ihre bessere Hälfte ist meistens dabei. "Sonst würde ich ihn wirklich nur noch selten sehen."
Beim "Schmus-Blues- und Apfelmusfest" in Laubach bei Gießen hat Katharina das neue Hessentagspaar aus Stadtallendorf, Mona Lorena Monzien und Fabian Gies, getroffen und beim Hofmarkt in der Limesstraße in Wehrheim hat sie Hand Getöpfertes gekauft. Die Apfelblütenkönigin war dabei, als die Weinkönigin von Siefersheim im Rheingau gekrönt wurde und auch bei der Inthronisation der Bergen- Enkheimer Apfelweinkönigin. Bei allen Festen konnte sie viele neue Erfahrungen sammeln und immer wieder feststellen: "Ich kann jeder jungen Frau nur empfehlen, dieses Amt für ein Jahr zu übernehmen, es ist einfach toll Apfelblütenkönigin zu sein."
September 2009
Auftritt im Main-Taunus-Zentrum | |
Erntedankmarkt auf dem Wehrheimer Rathausplatz | |
Besuch der Kindertagesstätte "Am Bügel" | |
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Von Gerrit Mai
Für Apfelblütenkönigin Katharina I. vergeht die Zeit wie im Fluge. Auch im September hatte sie wieder interessante Termine bei denen sie jede Menge netter Menschen kennen gelernt und wieder getroffen hat.
Katharina I. kommt auch bei Jungs gut an. Einen musste sie sogar gemeinsam mit der Rodheimer Blütenkönigin Jessica I. bis in sein Zimmer begleiten. "Er war total süß", schwärmt Katharina beim Gedanken an ihren Verehrer. Aber keine Angst, er zeigte den beiden Hoheiten weder seine Briefmarkensammlung, noch gibt es für Prinzgemahl Sören Reichelt einen anderen Grund, eifersüchtig zu sein. Der Bewunderer war ganze vier Jahre alt, hieß Nils und die beiden trafen ihn auf der Inthronisationsfeier von Kürbiskönigin Susanne I. in Niederdorffelden. "Er hat sich als unser Bodygard gefühlt und auf uns aufgepasst." Vielleicht braucht Katharina ja wirklich einen starken Mann, der auf sie aufpasst, wenn der eigene Ehemann mal nicht dabei ist.
Zum Beispiel beim Flugfest des
Luftsportclubs Bad Homburg im Erlenbachtal. Da hat sie ihr Leben wagemutig einem Tandemfallschirmspringer anvertraut und ist mit hoher Geschwindigkeit in einer Höhe von 3200 Metern vom Flieger aus nach unten gesaust. "Das war genial, das kann ich nur jedem empfehlen." Kurz vor dem Absprung habe sie weiche Knie bekommen. "Aber dann war ich schon draußen." So schnell kann es gehen.
Im September hatte die Hoheit fast an jedem Wochenende einen oder zwei Termine und unter der Woche ging's in die Kindergärten. Zum Apfelkuchen backen, Vorlesen oder zum Basteln in die Mondgruppe und zu den Sternenkinder in der Großen Lache und zum Apfelsaft verkosten in die Kita Am Bügel. "Die Kinder sind immer ganz aufgeregt, wenn ich komme."
Katharina I. war beim Stöffchefest auf dem Römerberg dabei, als die neue Frankfurter Apfelweinkönigin Nina I. gekrönt wurde. "Das hat mich sehr an meine eigene Inthro erinnert." Sie habe dort wieder viele andere "Queenys" - mittlerweile alte Bekannte - getroffen. Beim Reitturnier auf dem
Hirtenhof wurde sie mit der Kutsche über den Reitplatz chauffiert und beim Königinnenfest im Main-Taunus-Zentrum war sie auch dabei. Und wie überall, war sie auch hier bei den Kleinen gut angekommen. Einem Mädchen aus Korea hatte sie es besonders angetan. "Sie war ganz fasziniert davon, dass dort so viele Frauen in schicken Kleidern und mit Krönchen waren."
Bei der Oldtimerfahrt hatte Katharina am Wehrheimer Stadttor den Fahrern der schmucken Autos Wehrheim-Souvenirs und Äpfel geschenkt und bei der Tierschau beim Laurentiusmarkt in Usingen durfte sie die beiden Kaltblüter von Dietmar Allendörfer vorführen. Im Terminkalender von Katharina I. standenn im September noch die Eröffnung der "Kerwe" in Dorndürkheim bei Mainz, der
Erntedankmarkt auf dem Rathausplatz und die Verabschiedung der Goldsteiner Rosenkönigin Laura I. "Das war eine ganz liebe, die hatte ich richtig ins Herz geschlossen." Dabei hat sie auch bereits Ideen für den eigenen Abschied gesammelt. Aber so weit ist es noch lange nicht.
Zurzeit ist Katharina I. noch mit Leib und Seele dabei und hat viel Freude an ihrem Amt. Am Sonntag wird sie beim Flohmarkt auf dem Neu-Anspacher Festplatz Kleidung und alles, was ihr liebe Menschen zur Verfügung gestellt haben, für einen guten Zweck verkaufen.
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Kinder bewundern und lieben Apfelblütenkönigin Katharina I. besonders. Sie war jetzt in der Wehrheimer Kita "Am Bügel" zu Gast und die Kleinen waren total begeistert.
"Da draußen ist sie gerade vorbeigelaufen. Ich habe sie gesehen." Im Turnraum der Kita "Am Bügel" herrschte große Aufregung. Die Kleinen waren kaum auf den Bänken zu halten, rutschten begeistert hin und her. Ist doch klar, wenn eine Hoheit angekündigt ist. Als erster kam jedoch Kurt Wagner herein. Er ist als Kelterer Apfelspezialist, berichtete davon wie aus den leckeren Früchten süßer Saft wird und hatte für jeden auch eine Flasche mitgebracht. Die Autogrammkarten der Königin waren jedoch erstmal interessanter. Mit einem Vielfachen "Hallo Katharina", begrüßten die Kleinen die Hoheit und warteten aufgeregt darauf, das grüne Kleid anfassen zu dürfen, das Krönchen zu bewundern und eine Autogrammkarte zu erhaschen.
Die Knirpse hatten ihr einen mit rotem Samt überzogenen Thron gebaut und eine goldene Apfelkrone gebastelt, die mit blinkenden Steinen besetzt war. Kurt Wagner bekam ein Bild mit einem grünen Apfelbaum und roten Äpfeln und die Kinder sangen:"Birn' und Apfel, Birn' und Apfel, die kommen ins Gerapfel." Sie hatten selbst auf der Streuobstwiese am Schwimmbad saftige Äpfel gepflückt sie später in der Kita gehäckselt und zu Saft gepresst. "Der hat allerdings nicht ausgereicht, um auch die Eltern probieren zu lassen", bedauerte Kita-Leiterin Theresia Falke. Deshalb hatte Wagner Nachschub mitgebracht. Bei der Vorbereitung fürs Keltern hatten die Kinder das kleine Gehäuse mit den fünf kleinen Wohnungen und den kleinen braunen Kernen selbst gesehen, von denen sie in ihrem Lied gesungen hatten. (mai)
Oktober 2009
Besuch der DRK-Station Wehrheim | |
Drachenfest auf dem Wehrheimer Hausberg "Bügel" |
«So muss eine Königin sein", Katharina I. begeistert durch ihr soziales Engagement
Von Gerrit Mai
Mit Beginn des Monats November ist für Apfelblütenkönigin Katharina I. Halbzeit. Sie ist nach wie vor begeistert von ihrem Amt und davon, dass sie so viel Neues und vor allem nette Menschen kennenlernt.
Inge Bartsch ist begeistert vom sozialen Engagement von Katharina I. «So muss eine Apfelblütenkönigin sein". Die Hoheit hatte gebrauchte Bücher, Kleidung, Spielsachen, Geschirr und mehr gesammelt und beim Flohmarkt in Neu-Anspach verkauft. Den Erlös, 173 Euro, spendete sie der Lebensmittelausgabe des
Roten Kreuzes. Dafür bekam sie auch von DRK-Vizechefin Barbara Voss-Fels ein dickes Lob. Das DRK könne jeden Euro gebrauchen. «Wir sparen für einen neuen Bus, denn ohne Bus gibt es auch keine Lebensmittelausgabe." Katharina I. sei dem DRK als Blutspenderin bereits gut bekannt. Auch das sei ein anerkennenswerter Einsatz mit Vorbildfunktion.
Katharina Reichelt möchte so viel Lob gar nicht hören. Für sie ist es selbstverständlich, Menschen, die es nötig haben, zu helfen. Vor allem andere, wie die Ehrenamtlichen des Roten Kreuzes, bei ihrem Einsatz zu unterstützen. Beim Flohmarktverkauf musste sie selbst großen Einsatz beweisen. «Es war eisig kalt an dem Tag." Außerdem musste sie schon um 7.30 Uhr mit dem Aufbau beginnen.
Da war es doch toll, dass ihre Mutter sie und ihre Helfer, Ehemann Sören, Kristin Fei und Markus Brötz, mit heißem Kaffee und belegten Broten versorgte. Denn auch eine Apfelblütenkönigin ist für jede Unterstützung dankbar. Zum Beispiel für die Flohmarkt-Waren, die ihr nette Menschen gebracht hatten. Alte Schallplatten seien weggegangen wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Nach diesem Einsatz hatten sich die Königin und ihre Freundin Kristin ein paar Tage Urlaub in Österreich verdient.
Wenn der November beginnt, startet auch schon die zweite Hälfte ihrer Amtszeit. 47 Termine hatte Katharina I. bisher, vor allem im September und Oktober gab es jede Menge öffentliche Auftritte. Ob beim Süßen-Ausschank in der Kelterei Wagner oder beim Kelterfest des BUND in Maibach. Rund um den Apfel war einiges los.
Immer wieder wird sie auch in Kindergärten eingeladen. Diese Termine mag die Hoheit besonders. «Die Freude und Begeisterung der Kinder hat nicht nachgelassen. Beim Bastelnachmittag bei den Wolkenkindern oder beim Kürbisschnitzen mit der Mondgruppe der Kita Große Lache waren daher auch schmusen, das glänzende Kleid anfassen und miteinander spielen angesagt. «Auch die Jungs machen keine Ausnahme."
Autogrammkarten nachbestellt
Ihre Autogrammkarten waren so heiß begehrt, dass Katharina in der Halbzeit schon einen zweiten Karton nachordern musste. Die Apfelblütenkönigin war jedoch auch im Oktober nicht nur in Wehrheim unterwegs. Sie vertrat ihre Heimatgemeinde auch beim Bauern- und Handwerkermarkt in Nieder-Hilbersheim, in der Nähe von Mainz. Der Höhepunkt des Monats lag jedoch im Apfeldorf und zwar auf einem höchsten Punkt, dem Hausberg Bügel. «Das Drachenfest war ein echtes Highlight."
Organisator Thorsten Beller von der
Fliegergruppe Hochtaunus hatte ihr sogar einen Traum erfüllt: Im Liegestuhl liegen und sich die bunte Pracht am Himmel aus dieser Perspektive zu betrachten. «Irgendwoher hatte er schnell einen Liegestuhl herbeigezaubert." Da konnte Katharina sich dann entspannt zurücklegen und die kleinen Robben und Käfer, die großen Haifische und Adler beobachten. «Das war eine ganz toll organisierte Veranstaltung", lobte die königliche Hoheit.
November 2009
...in der Weihnachtsbäckerei ... | |
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Von Gerrit Mai
Im November hatte Katharina I. nicht so viele Termine. Wegen Rückenbeschwerden konnte sie nicht einmal bei der Eröffnungssitzung der Faschingskampagne tanzen. Doch jetzt geht es ihr wieder gut und sie bereitet sich auf Weihnachten vor.
Was macht wohl eine Königin in der Vorweihnachtszeit? Davon, dass die englische Queen Elisabeth Plätzchen backt, ist nichts bekannt, aber für die Wehrheimer Apfelblütenkönigin Katharina I. ist der Duft von frisch gebackenen Leckereien einer der schönsten im Advent. Sie schmückt ihre Wohnung mit einem Weihnachtsstrauch mit Lichter und vielem mehr. Für ihr Patenkind hat Katharina schon einen Adventskalender gekauft und die Weihnachtsgeschenke kommen auch bald dran. Wenn sich jetzt die Termine nicht so dicht drängen, hat de Hoheit Zeit dafür. Im November war das herausragende Ereignis wie berichtet das hessische Königinnentreffen bei Ministerpräsident Roland Koch (CDU). Zwei Termine hatte sie allerdings absagen müssen, weil ihr eine Hexe ganz schlimm in den Rücken geschossen hatte. Sogar beim Auftritt der Maxi-Garde bei der Faschings-Eröffnungssitzung konnte sie nicht dabei sein. Jetzt geht es der Hoheit wieder gut und Plätzchen backen ist angesagt. "Am liebsten esse ich Buttergebackenes." Aber wie es sich für eine Apfelblütenkönigin gehört, liegt auf ihrem Plätzchenteller auch Gebäck mit Äpfeln - Apfelkekse. "Die sind ganz schnell gebacken", hat sie festgestellt. Genauso schnell seien sie aber auch gegessen. Frisch gebacken und noch warm schmecken die Apfelkekse am besten. Sie sind nicht nur eine Leckerei für die Adventszeit, die Apfelkekse schmecken das ganze Jahr über.
Klar, verrät sie auch das Rezept:
Man nehme 60 Gramm Zucker, ein halbes Päckchen Vanillezucker, zwei Eier, 100 Gramm Margarine, 250 Gramm Mehl, ein halbes Päckchen Backpulver, zwei Äpfel und 20 Gramm Puderzucker. Zucker, Vanillezucker, Eier und Margarine verrühren, Mehl mit Backpulver mischen und unterrühren. Ebenso die klein geschnittenen Apfelstücke. Dann wird alles mit einem Esslöffel auf ein mit Backpapier belegtes Blech gesetzt und zehn Minuten bei 200 Grad Celsius gebacken. Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestäuben. "Wenn man sie nicht gleich noch warm isst, bleiben sie, in einer Dose aufbewahrt, weich."
Noch ein Tipp für Apfelfreunde: Etwa acht Millimeter dicke Apfelscheiben etwa zehn Stunden bei 40 bis 50 Grad im Backofen auf dem Blech trocken. Dann hat man den ganzen Winter über gesunden Apfelgenuss pur.
Wenn Katharina I. mit dem Backen fertig ist, muss sie schon mit den Vorbereitungen für den Wehrheimer Weihnachtsmarkt am Samstag, 5. Dezember, beginnen. Sie möchte an einem eigenen Stand heißen Apfelwein und Apfelsaft verkaufen. Für einen guten Zweck, versteht sich. Das Fest selbst möchten Katharina und Sören Reichelt mit Eltern und Schwiegereltern verbringen. "Heilig Abend mit dem Bruder und seiner Familie bei der Mama, das muss sein." (mai)
Dezember 2009
Wehrheimer Weihnachtsmarkt am 5.12.2009 | |
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Keine Sekunde Langeweile
Von Gerrit Mai
Für Apfelblütenkönigin Katharina I. sind mit dem Jahreswechsel zwei Drittel ihrer Amtszeit abgelaufen. Sie hat ihrem Amt bisher viele einzigartige Erlebnisse zu verdanken und freut sich auf die nächsten Monate.
Für Apfelblütenkönigin Katharina I. war die beste Nachricht 2009, dass ihr Bruder Vater wird. Und was erwartet sie Gutes im nächsten Jahr? "Dass mein Bruder heiratet und meine Mama und ihr Lebensgefährte sich das Ja-Wort geben." Klar, solle auch das Baby gesund und munter geboren werden. Und wann ist es so weit? Im Mai, um genau zu sein, der 2. Mai, und das ist auch der Termin fürs Apfelblütenfest.
Zwei Drittel der Amtszeit hat Katharina schon geschafft und langweilig geworden es ihr im Amt noch keine Sekunde. Schließlich hatte sie bisher 56 Termine und Erlebnisse, die nur eine Königin haben kann. "Die schönsten waren die Einladung des Ministerpräsidenten auf Schloss Biebrich und vor allem die Besuche in den Kindergärten. Die leuchtenden Augen der Kleinen wird die Hoheit so schnell nicht vergessen.
Der Apfelweinwettbewerb war ebenfalls eine lustige Sache. Aber auch die Seniorenfahrt des ADAC nach ad Nauheim und die Weihnachtsfeier der Landfrauen hat die Hoheit genossen.
Im Dezember hatte Katharina I. auf dem Weihnachtsmarkt heißen Apfelwein und Schmalzbrot verkauft und dabei fast 300 Euro für einen guten Zweck erwirtschaftet. "Das ging nur mit tatkräftiger Unterstützung meines Mannes und meiner Freunde Kristin Fei, Markus Brötz und Walter Mayer."
Ihr herzliches Dankeschön geht auch an die "Weihnachtsengel von Wehrheim" von der Firma Heizöl Fey. Sie hatten einer alten Dame am Nachmittag des Heiligen Abends noch Heizöl geliefert, obwohl sie schon Feierabend hatten. Katharinas Mutter arbeitet bei der Diakoniestastion und hatte den Hilferuf der Seniorin weitergeleitet. Katharina ist soziales Engagement ganz wichtig.
Persönlich ging es ihr in den vergangenen Wochen nicht so gut. Sie hat Probleme mit dem Rücken und musste im November und im Dezember auch einige Termine absagen. Einen riesigen Wermutstropfen gibt es dabei außerdem noch. "Ich kann an Fasching nicht in der Garde mittanzen." Sie werde aber mit Sicherheit mit einem Tränchen im Auge im Publikum sitzen.
Da es jetzt fast schon in die Zielgerade ihrer Amtszeit geht, hat sie ebenfalls ein paar Tränchen im Auge. "Es war bisher eine total schöne Amtszeit." Ein wenig stressig manchmal und es habe auch mehr Zeit gekostet, als sie zunächst angenommen hatte. "Aber es hat sich gelohnt." Sie möchte jungen Frauen Mut machen, sich zu bewerben. Der Grund: "Es gibt einem persönlich sehr viel." Dass sie eine nette Nachfolgerin bekommt, ist ebenfalls ein Wunsch fürs neue Jahr.
Den Jahreswechsel wird Katharina Reichelt mit Ehemann Sören und ihrer Familie zu Hause verbringen. "Schließlich muss ich auf meine Wehrheimer aufpassen." Denen wünscht sie Glück, Gesundheit und Zufriedenheit und, dass sie 2010 alle ihre guten Vorsätze umsetzen können.
Januar 2010
Katharina inmitten ihrer Tanzgarde |
Von Gerrit Mai
Das neue Jahr hat für die Apfelblütenkönigin ruhig begonnen. Höhepunkt war im Januar der Neujahrsempfang des Gewerbevereins. Katharina I. freut sich jedoch jetzt schon auf die heiße Phase der närrischen Zeit, die jetzt ansteht.
Der Gala-Empfang des
Gewerbevereins war im Januar das herausragende Erlebnis von Apfelblütenkönigin Katharina I. Tolles Ambiente auf der Schnee bedeckten Saalburg und im Restaurant, delikates Essen, nette Gesellschaft und gute Unterhaltung. "Da hat einfach alles gestimmt", schwärmt die Hoheit. Auch Ehemann Sören Reichelt sei begeistert gewesen. Der Neujahrsempfang zum 30-jährigen Jubiläum des Vereins zähle damit auch zu den herausragenden Veranstaltungen ihres Königinnen-Jahres.
Jetzt freut sich Katharina jedoch besonders auf die
Faschingszeit. "Das ist für mich die schönste Zeit im Jahr." Allerdings wird sie wohl auch das eine oder andere Tränchen verdrücken, denn in diesem Jahr kann sie nicht zusammen mit ihrer Maxi-Garde auf der Bühne stehen. Ihre Rückenprobleme Ende letzten Jahres hatten einen Strich durch die Rechnung gemacht. "Aber im nächsten Jahr bin ich wieder dabei", ist sie sich sicher. Der Rücken sei wieder in Ordnung. Zu den Fremdensitzungen kommt sie in jedem Fall - als Ehrengast und beim närrischen Lindwurm wird sie im Cabrio chauffiert. Wenn die Luft gar so eisig ist, wird das Verdeck geschlossen. Ihre Staatsrobe ist eben trotz Pelzjäckchen nicht so sehr für Minusgrade geeignet. Auch wenn das seidig-glänzende, grüne königliche Gewand schon oft gelobt wurde, wie Katharina berichtet. "Viele Menschen fanden es ganz toll". Sie fühlt sich darin aber auch so richtig wohl. Die Hoheit kann sich vorstellen, sich am Ende der Amtszeit dennoch davon zu trennen, denn sie wird es danach wohl nicht mehr anziehen. "Ich könnte es für einen guten Zweck versteigern", ist ihre Idee.
Es wäre ja nicht das erste Mal, dass Katharina für einen guten Zweck Spenden sammelt. Sie hatte zum Beispiel beim Flohmarkt verkauft und den Erlös an die Lebensmittelausgabe des Roten Kreuzes abgegeben. Am Weihnachtsmarkt hatte sie mit Ehemann und Freunden heißen Apfelwein und Schmalzbrot im Angebot, ebenfalls für einen guten Zweck. Diesmal hat die "
Tierhilfe Mensch und Tier Hochtaunus" das Geld bekommen. 290 Euro waren zusammengekommen und die beiden Wehrheimer Anne und Arpad Tormasi - aktive Mitglieder des Vereins - nahmen das Geld im Januar in Empfang. Dass dieser Erlös Tieren zugute kommen sollte, war der Hoheit und Ehemann Sören wichtig. Nicht jedem Hund und jeder Katze gehe es so gut wie Arielle, ihrer Jack-Russell-Terrier-Hündin. Von gespendetem Geld kaufe der Verein Tierfutter oder bezahle Tierarztrechnungen. Die Tormasis seien überrascht gewesen, dass ausgerechnet ihr Verein bedacht wurde. "Das kommt nicht so oft vor", sagten sie und freuten sich umso mehr.
Ansonsten war der Jahresbeginn für Katharina I. eher ruhig. "Aber jetzt geht's langsam mit den Terminen wieder los", hat sie festgestellt. Sie wird dann auch andere Hoheiten wieder sehen, zu denen sie im Winter wenig Kontakt hatte. Zum Beispiel beim Königinnentreffen anlässlich der Landesgartenschau von Rheinland-Pfalz in Kaiserlautern. Die Einladung dazu hat sie schon.
Februar 2010
Schon kleine Jungs wollen ihre Telefonnummer.
Apfelblütenkönigin Katharina I. blickt auf einen turbulenten Februar zurück
Von Gerrit Mai
Der Februar war für Katharina I. ein turbulenter Monat. Fasching stand zwar im Mittelpunkt, aber die Apfelblütenkönigin hatte noch weitere Termine.
Der Februar war nicht nur der Monat der Fastnacht, er war auch der Monat des Apfelweins. Genauer gesagt des neuen Stöffches, des Primeur. Den haben die Apfelweinfreunde unter großer Beteiligung Anfang des Monats vorgestellt, und Katharina I. war dabei. Ihr königliches Urteil: «Schmeckt sehr gut." Gut, dass sie schon Gelegenheit hatte, den neuen Ebbelwei zu verkosten, denn zum Wettbewerb im Juni wird sie nicht mehr im Amt sein. Die Hoheit fand auch die Handkäs’-Variationen toll, die es bei der Primeur-Präsentation gab. Salat, angemacht wie Kartoffelsalat, mit Speck und Zwiebeln, aber mit Händekäse anstelle von Kartoffeln, sei ein kulinarisches Erlebnis.
Klar, dass für Katharina I. als eingefleischtes Garde-Mädel der Fasching an erster Stelle stand. Ihr Herz blutete zwar stark, weil ihr der Rücken Probleme machte und sie daher nicht mittanzen konnte. Katharina half daher hinter der Bühne beim Schminken und Vorbereiten. Sie mischte sich bei allen drei Fremdensitzungen unters närrische Volk und fühlte sich in Gegenwart von Faschingshoheiten, die als Gäste gekommen waren, sichtlich wohl.
Der närrische Lindwurm begann für sie mit einer Verzögerung, denn ihr Auto wollte partout nicht anspringen. Aber mithilfe eines Überbrückungskabels kam sie doch noch in Fahrt. Dabei hatte Katharina I. wohl auch das Interesse männlicher Zuschauer erregt. Als zwei etwa elfjährige Jungs am Straßenrand um eine Autogrammkarte baten und fragten «Ist da auch deine Telefonnummer drauf?", fand sie das ziemlich lustig.
Natürlich war Katharina auch beim Rathaussturm dabei und bei der Festnahme von Bürgermeister Gregor Sommer (CDU). Nicht zu vergessen die lange Faschingsparty anschließend im Bürgerhaus. Sie war schnell umringt von einer ganzen Zahl kleiner und großer Narren. Die kleinen Prinzessinnen wollten eine «echte" Königin gerne mal von nahem sehen und ihr Kleid anfassen.
Nach dem Faschingsumzug in Oberursel stand für Katharina I. fest: «Der Wehrheimer Fastnachtszug ist der schönste." Kleiner zwar, aber auch vertrauter. «Man kennt die Leute, die mitmachen, und die am Straßenrand."
Ein weiterer Höhepunkt war der Weiberfasching beim «Boller". Hier hat sie inkognito mit schwarzer Perücke den Abend genossen und richtig toll gefeiert, wie sie schwärmt. Doch unerkannt ist sie auch so nicht geblieben.
Im Februar wurde allerdings nicht nur Fasching gefeiert, sondern in der Halle der Limesschule auch Fußball gespielt. Der Jugendfußballclub Wehrheim hat ein Turnier veranstaltet, und die Hoheit durfte die Pokale verleihen. «Viele der Mannschaften wussten gar nicht, dass Wehrheim eine Apfelblütenkönigin hat."
Na, dann bleibt für eine neue Hoheit, die beim Apfelblütenfest im Mai inthronisiert werden soll, noch einiges an Öffentlichkeitsarbeit zu tun. Wie zu hören ist, nachdem die Meldefrist am heutigen Montag abläuft, gibt es mehrere Bewerbungen.





































